Timmel
Eins gegen elf: "Damen-Solo" abgepfiffen
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Von Georg Lilienthal
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15. November 2011
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In Timmel wurde die Fußball-Partie gegen Grenzland Laarwald abgebrochen. Am Ende hatten die SuS-Landesligafrauen nur noch eine Spielerin auf dem Feld. Der Trainer hatte zuvor nach und nach seine Sportlerinnen vom Feld beordert.


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Nicole Bahls wirkte als Timmeler Spielführerin bei der seltsamen Frauenfußball-Partie mit.
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Bild: Ortgies
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Timmel – Der Kader für die Partie am vergangenen Sonntag war zu klein und der anschließende Spielerinnen-Schwund dramatisch groß. Die Fußballerinnen von SuS Timmel begannen das Landesliga-Spiel gegen Grenzland Laarwald am Sonntag zu zehnt. Nach 73 Minuten waren es neun. Fünf Minuten später standen nur noch vier tapfere Timmelerinnen auf dem Feld. Und als sich in der 80. Minute eine einsame SuS-Spielerin einer kompletten Gäste-Elf gegenübersah, hatte Schiedsrichter Martin Brandt von TuRa 07 Westrhauderfehn ein Einsehen. Er brach das seltsame Timmeler "Damen-Solo" beim Stand von 8:0 für Grenzland Laarwald ab.
"Ich habe schon viel erlebt", sagt Brandt, der mit 23 Jahren bereits mehrere hundert Partien geleitet hat. "Aber dass eine Mannschaft aus nur noch einer Spielerin bestand, das ist auch noch nie vorgekommen." Dabei hatte Brandt keinen einzigen Feldverweis ausgesprochen und auch keine schwerwiegendere Verletzung im Timmeler Team erkennen können.
Der seltsame Trick wäre nicht nötig gewesen.
"Der Trainer hat einfach nach und nach seine Spielerinnen vom Platz geholt" – die erste beim Stand von 0:6, weitere fünf nach dem 0:7 und noch einmal drei nach dem 0:8. SuS-Coach Arnold Harms, der am Montag nicht erreichbar war, hatte nach Meinung von Martin Brandt den Abbruch bewusst provoziert. Doch dazu wäre der seltsame Trick einer "Mini-Mannschaft" mit nur einer Solistin nicht nötig gewesen.
Als die Anzahl von sieben Spielerinnen bei SuS Timmel unterschritten war, hätte laut Reglement die Bitte der Spielführerin Nicole Bahls ausgereicht, um den Unparteiischen zum vorzeitigen Ende zu bewegen. "Aber mich hat keiner danach gefragt", sagte Brandt. "Also musste ich weiterspielen lassen." Schließlich wollte der 23-Jährige keinen Regelverstoß begehen. "Auf so einen Fehler hatte möglicherweise der Timmeler Trainer spekuliert, dann wäre die Partie vielleicht sogar neu angesetzt worden", mutmaßt der Schiedsrichter.