Mal was Gutes 
Emden
Kickers-Trainer feiert seine "zweite Geburt"
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Von Sören Siemens
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28. Oktober 2010
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A-Jugend-Coach Yasin Turan hatte
Leukämie. Fünf Jahre nach der Stammzellen-Transplantion gilt er als
klinisch geheilt. Am Sonntag wird er 25 Jahre alt.


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André Geiken (oben)
jubelte vergangene Saison mit Co-Trainer Yasin Turan. Während Geiken
inzwischen zum Oberliga-Kader gehört, ist Turan Chefcoach bei den Emder
A-Junioren.
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Bild: Akkermann
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Emden – Als Fußball-Trainer hatte Yasin Turan zuletzt weniger Grund zu
feiern. Die A-Junioren des BSV Kickers liegen in der Regionalliga
sieglos auf dem vorletzten Platz. Als Mensch dagegen gibt es gleich
doppelten Anlass, mit 40 Freunden am Sonnabend anzustoßen. Zum einen
wird Turan Sonntag 25 Jahre
alt. Und zum anderen wurde er vor wenigen Tagen "nochmal geboren". "Ich
feier sozusagen auch meine zweite Geburt."
Mehr als fünf Jahre
ist es her, dass beim damals 19-Jährigen Leukämie festgestellt wurde.
Der ehrgeizige Fußballer kämpfte im Herbst 2005 um sein Leben, als auch
noch seine Nieren versagten. Am 21. und 22. Oktober 2005 rettete ihn
eine Stammzellen-Transplantation. Seine Schwester trat als Spenderin
auf. "Da der Krebs in den letzten fünf Jahren nicht wieder aufgetreten
ist, gelte ich seit dem 22. Oktober als klinisch geheilt", sagt der
Versicherungskaufmann, dem die Erleichterung anzumerken ist. "Diesem Tag
habe ich sehr lange entgegengefiebert."
"Nur dem Fußball bin ich immer treu geblieben"
Die
Krankheit zwang Turan dazu, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen -
aufgrund von Komplikationen wurden ihm bereits neue Hüften eingesetzt.
So schlug der Emder mit türkischen Wurzeln die Trainer-Laufbahn ein. Als
Co-Trainer von Uwe Groothuis stieg er mit den A-Junioren im Sommer 2009
in die Regionalliga auf.
So hoch hat noch nie eine ostfriesische
Jugendfußball-Mannschaft gespielt. Vergangene Spielzeit schaffte das
Team souverän den Klassenerhalt. Als Groothuis zusammen mit einem halben
Dutzend Spielern die A-Junioren Richtung Oberliga-Team verließ, wurde
Turan im Sommer zum "Chef" befördert. "Ich musste wegen meiner Krankheit
mit vielem aufhören. Nur dem Fußball bin ich immer treu geblieben."
Zu
ihm hielten auch viele alte Weggefährten. So werden ehemalige
Mitspieler und Freunde zusammen mit ihm in einer Larrelter
Wasserpfeifen-Bar am Sonnabend in den25. Geburtstag hineinfeiern und auf
seine "zweite Geburt" anstoßen. "Zum perfekten Wochenende fehlt nur
noch der erste Sieg", sagt Yasin Turan. Den könnten ihm "seine"
A-Junioren am Freitag beim Schlusslicht Oberneuland schenken. Auch wenn
es mit den drei Punkten nicht klappen sollte, darf Turan sich Sonnabend
trotzdem als großer Sieger feiern lassen.