Als neuer Cheftrainer für Dynamo Dresden, kommt Peter Pacult zurück an die Elbe. Der aus Österreich stammende 53-Jährige hatte bereits in der Saison 2005/2006 für Dynamo gearbeitet und ist somit mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut. Wie bekannt gegeben wurde, erhielt Pacult, nach der positiven Abstimmung des Aufsichtsrats, einen Vertrag bis zum Sommer 2014. Dafür löste er seinen bisherigen Vertrag bei RB Leipzig. Dynamos Sportlicher Leiter Steffen Menze, bezeichnete den neuen Mitarbeiter als „Wunschkandidat“. Peter Pacult soll, nach einigen aktuellen Rückschlägen der Mannschaft, den Klassenerhalt der Dresdner sichern.
Dynamo Dresden für DFB-Pokal gesperrt
Das Sportgericht hat jetzt gegen Dynamo Dresden entschieden. Aufgrund der wiederholten Gewaltausbrüche bei Dynamo-Fans wurde der Verein aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen. Das Strafmaß rechtfertigte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, mit dem hohen Ausmaß der Ausschreitungen, beim letzten Pokalspiel in Hannover. Außerdem war Dynamo bereits wiederholt vom Sportgericht gerügt und verwarnt worden. Am 31. Oktober hatten Dresdner Fans noch vor Beginn des Spiels die Eingänge des Stadions gestürmt. Dabei kam es zu neun Verletzten. Erst vor wenigen Monaten konnte Dynamo Dresden den damals beantragten Ausschluss aus dem DFB-Pokal in der Berufung gerade noch verhindern. Dieses „fortgesetzt unsportliche Verhalten“ kann jedoch, nach Ansicht des DFB, nicht weiter hingenommen werden. Außerdem muss Dynamo noch eine Strafe in Höhe von 70.000 Euro bezahlen. Der Verein versucht seit Jahren, die Ausschreitungen seiner Fans in den Griff zu bekommen, hatte damit bisher aber keinen sichtbaren Erfolg.
Trainer Ralf Loose muss gehen
Für den Trainer Ralf Loose ist die Saison zu Ende. Nach nur 607 Tagen bei Dynamo Dresden wurde er jetzt beurlaubt. Damit zog der Verein die Konsequenz aus den schlechten Ergebnissen der Saison. Auch am letzten Samstag verlor die Mannschaft beim Heimspiel mit 0:3 gegen den VfL Bochum. Damit rutscht Dresden nach 18 absolvierten Spielen und 15 erzielten Punkten auf den 16. Platz. „Wir hätten uns alle gewünscht, das gesteckte Ziel Klassenerhalt in dieser Saison gemeinsam mit Ralf Loose zu erreichen. Nachdem wir im bisherigen Saisonverlauf schon einige kritische Situationen gemeinsam überstanden hatten, sahen wir uns nach der gestrigen Niederlage gegen einen unserer direkten Konkurrenten allerdings dazu gezwungen, unsere Situation neu zu überdenken“, ließ der Verein durch den Sportlichen Leiter, Steffen Menze, öffentlich erklären. Ralf Loose hatte das Traineramt im April 2011 angetreten und die Mannschaft zurück in die 2. Liga geführt. Die aktuelle Saison läuft jedoch weniger gut und der Verein befürchtet, dass es den Spielern unter Loose nicht mehr gelingen wird, den aktuellen Relegationsplatz wieder zu verlassen.
Länder befürworten Kostenausgleich durch Vereine
Die Innenminister der Bundesländer sind sich darüber einig, die Fußballvereine der Bundesliga zukünftig stärker in die Verantwortung zu nehmen. So drohten sie den Vereinen jetzt an, ihnen die oft nötigen Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen, wenn es ihnen nicht gelingt, die Sicherheit in und um die Stadien zu verbessern. Die Minister erwarten, dass die Deutsche Fußball-Liga ein wirksames Sicherheitskonzept verbindlich beschließt und zeitnah umsetzt. Ralf Jäger, der Innenminister Nordrhein-Westfalens gab an, dass inzwischen die Bereitschaftspolizisten der Bundesländer bis zu einem Drittel ihrer gesamten Dienstzeit bei Einsätzen in Stadien verbringen müssten. Diese hohen Kosten seien den Steuerzahlen langfristig nicht zuzumuten. Um die Sicherheit während der Spiele zu verbessern, könnte beispielsweise die Videoüberwachung erhöht und die Zahl der Ordner erhöht werden. Auch eine bessere Schulung der Ordner und Einlasskontrolleure sowie längere Stadionverbote wären sinnvolle Maßnahmen, um die Gewalt in den Stadien zu verringern. Niedersachsens Innenminister Uwe Scheunemann erinnerte daran, dass Vereine, Spieler und Fans ein gemeinsames Interesse daran haben müsste, „Straftäter zu isolieren, dingfest zu machen und aus den Stadien fernzuhalten“. Das jedoch sei nicht Polizeiarbeit, sondern die Aufgabe der einzelnen Vereine.
