Tor des Jahres aus der dritten Liga?

Die Sportschau sucht auch in diesem Jahr wieder das schönste oder beste Tor des vergangenen Jahres. Zur Auswahl stehen Tore von Top-Spielern der ersten Liga, unter anderem ist Arjen Robben vom FC Bayern München mit drei Toren vertreten. Er machte das schönste Tor jeweils in den Monaten Januar, März und April. Neben den Erstligisten stehen jedoch auch Tore von Spielern aus unteren Ligen zur Wahl. Angefangen bei der NRW-Liga und dem Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem VfB Homberg. Im August 2010 erzielte Alexander Thamm von der RWE mit einem Fallrückzieher das Tor des Monats.

Aber auch die dritte Liga ist vertreten. Im Oktober schaffte der Koblenzer Mittelfeldspieler Michael Stahl aus über 60 Metern ein Tor im DFB-Pokal gegen Hertha BSC. Als Goalgetter ist Stahl nun wirklich nicht bekannt (noch kein Treffer in der Liga), aber dieses Tor war der Wahnsinn. Auch wenn es sich dabei eher um einen Befreiungsschlag handelte. Nichts desto trotz führte es zum Koblenzer Sieg und brachte die nächste Pokalrunde ein.

Wer bei der Wahl des „Tor des Jahres“ mitmachen möchte, der kann dieses unter sportschau.de machen. Dort sind noch einmal alle Tore aufgelistet. In der Sportschau vom Samstag werden diese noch einmal in Bild und Ton gezeigt.

Rot Weiss Ahlen wohl gerettet

Mitte Oktober des letzten Jahres hatte Drittligist Rot Weiss Ahlen einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht wegen Zahlungsunfähigkeit eingeleitet, nachdem die Stadt dem Sanierungskonzept des Vereins nicht zustimmte. In diesem sollte die Stadt das Stadion für 2,2 Millionen Euro vom Verein abkaufen und dafür jedes Jahr eine Pacht von 100.000 Euro erhalten.

Zu diesem Zeitpunkt belegten die Rot-Weißen noch den siebzehnten Platz der Tabelle. Aktuell konnte sich der Verein auf den zehnten Tabellenplatz vorarbeiten. Wie der Kicker berichtet, soll der Spielbetrieb von Ahlen gesichert worden sein. Demnach haben sich mehrere Geldgeber darauf geeinigt, dem Verein zu helfen. Der Insolvenzverwalter, der für diesen Fall bestellt wurde teilte mit, dass diese Geldgeber noch nicht mit Namen genannt werden möchten, es jedoch ein Finanzierungskonzept gibt, welches den Verein rettet.

Zumindest der Betrieb der laufenden Saison scheint also für das Team von Trainer Arie van Lent gesichert zu sein, sofern die Gläubiger dem Finanzplan zustimmen werden, wovon auszugehen ist. Was für die kommende Saison auf Rot Weiss Ahlen zukommen wird, steht noch in den Sternen. Sportlich kann sich die Leistung momentan jedenfalls sehen lassen. Mit 22 Punkten bei noch drei Nachholspielen könnte Ahlen mit dem Abstieg in dieser Saison nichts mehr zu tun bekommen.

Wechsel-Karussel dreht sich weiter

Die Winterpause wird in der dritten Liga munter genutzt, um Verstärkungen zu verpflichten oder „Altlasten“ los zu werden. Im neuen Jahr wechselten bereits acht Spieler die Vereine, davon sieben Spieler am heutigen Montag. So kann sich Eintracht Braunschweig in Zukunft auf Mittelfeldspieler Steffen Bohl freuen, der vom SV Wehen Wiesbaden zu den Löwen wechselt. Der 27-Jährige verbessert sich durch den Wechsel im Tabellenplatz um drei Plätze, Wiesbaden ist Vierter und Braunschweig Tabellenführer. Er erhält einen Vertrag bis zum Sommer 2012. Neben Steffen Bohl verlässt zudem Sebastian Wolf den Verein. Das Ziel ist noch unbekannt. Zwei Abgänge sind beim SV Wehen Wiesbaden somit verbucht und ein Transfer zu den Wiesbadenern wurde ebenfalls gemeldet. Ein „alter Bekannter“ aus der Bundesliga verstärkt die Mannschaft von Trainer Gino Lettieri – Ioannis Masmanidis, der unter anderem für Arminia Bielefeld und dem 1. FC Nürnberg spielte, erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Der 27-Jährige war zuletzt bei Ethnikos Piräus unter Vertrag und bringt Bundesliga-Erfahrung mit.

Auch bei Rot Weiss Ahlen verabschieden sich zwei Spieler zu anderen Vereinen. Christian Adler wechselt ins Ausland und Christian Knappmann zu Liga-Konkurrent Wacker Burghausen. Bei der SpVgg Unterhaching ist es derzeit Nahuel Fioretto dessen Vertrag aufgelöst wurde. Er wechselt in seine Heimat in die zweite Liga zu CA Union Santa Fe. Es sollen noch Spieler gehen. So ist wohl auch der Vertrag von Ricardo Villar aufgelöst worden.

Transfers in der Winterpause

Die Liga macht Winterpause doch das Transfer-Karussell dreht sich wieder. Nachdem Hansa Rostock noch vor Weihnachten den kurz vor seinem 22. Geburtstag stehenden Abwehrspieler Michael Blum vom MSV Duisburg präsentierte, folgten am 2. Weihnachtstag drei weitere Transfers.

Der bekannteste Spieler hiervon ist Francis Kioyo, der mit Energie Cottbus bereits Bundesliga-Erfahrung sammeln konnte. Nachdem dieser beim FC Aarau keinen neuen Vertrag erhielt und bislang einen neuen Verein suchte, verpflichtete nun der SV Wehen Wiesbaden den bulligen 1,91 Meter großen Stürmer. Der Deutsch-Kameruner soll den Wiesbadenern im Aufstiegskampf helfen. Derzeit fehlen noch sieben Punkte auf den dritten Platz, der zur Relegation berechtigt. Der 31-Jährige unterschrieb zunächst einen Vertrag bis zum Ende der Saison.

Eine echte Verstärkung kann auch der 1. FC Saarbrücken vermelden. Mit Sven Krause kommt ein Zweitliga-Stürmer vom SC Paderborn, der in 23 Spielen acht Mal, sowohl in der dritten, als auch in der zweiten Liga, getroffen hat. In letzter Zeit konnte sich der 24-Jährige gegen die starke Paderborner Konkurrenz im Sturm nicht mehr durchsetzen und soll in Saarbrücken wieder die nötige Spielerfahrung sammeln. Der Stürmer wird bis zum Saisonende ausgeliehen und soll im Abstiegskampf helfen.

Der dritte Transfer am Weihnachtstag wurde bei der TuS Koblenz bekannt gegeben. Mit André Hahn verstärkt sich Koblenz mit dem 20-jährigen Stürmer, der vom FC Oberneuland aus der Regionalliga Nord kommt und in 15 Spielen acht Mal ins Schwarze getroffen hat.