Archiv der Kategorie: 3. Liga

SV Sandhausen auf Platz vier

Der SV Sandhausen kann nach dem Sieg über Erfurt endlich den Sprung auf Platz vier feiern. „Wenn die Ergebnisse stimmen, ist die Stimmung gut“, bestätigte der Sandhausener Flügelflitzer Roberto Pinto. „Das letzte Jahr war schwierig, aber wir haben viel daraus gelernt.“, freute sich auch Mittelfeldmann David Ulm. Vor genau einem Jahr hatte der SV Sandhausen nur halb soviel Punkte, wie jetzt. Doch inzwischen hat sich die Mannschaft eingespielt, was sich durch ein besseres, harmonischeres Zusammenspiel bemerkbar macht. Wie kurzlebig eine Erfolgssträhne sein kann, ist der Mannschaft aus Sandhausen allerdings bewusst. „Immer den Ball flach halten und weiter arbeiten, nur so hat man Erfolg“, weiß Ulm.

Jena behält Weber

„Wir wollten mit einem Sieg an Babelsberg vorbeiziehen, stattdessen haben wir uns nun unten festgesetzt“, kommentierte der Kapitän des Jenaer Fußballverein, Alexander Maul, das vergangene Spiel gegen den SV Babelsberg, in dem Jena mit 1:2 eine Heimniederlage hinnehmen musste. Vor allem die Qualität des Spiels enttäuschte Fans und Vereinsleitung. „Die Meute war so schlecht wie in den letzten vier Jahren nicht“, kritisierte der Aufsichtsratschef, Dr. Reinhardt Tölpel. „Solche Niederlagen haben nichts mit nicht gegebenen Elfmetern oder Pech zu tun. Diese Mannschaft ist saft- und kraftlos, spielt ständig andere Systeme.“ Zwar äußerte sich der Präsident des Jenaer Vereins, Rainer Zipfel, öffentlich nicht über das Spiel, doch auf der letzten Vereinssitzung vor zwei Tagen war die der Verbleib des Trainers Heiko Weber, ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Wider Erwarten gelang es Weber das Gremium von seinem Konzept zu überzeugen. Er versprach, bis zur Winterpause noch 24 Punkte mit der Mannschaft zu holen. Bisher kommt der FC Jena nur auf neun Punkte und steht damit auf dem drittletzten Platz.

Chemnitz bekommt neues Stadion

Der Chemnitzer Stadtrat hat jetzt den Bau eines neuen Stadions genehmigt. 15.000 Zuschauer soll das Fußballstadion an der Gellertstraße fassen können. Für den Bau wurden 23 Millionen Euro veranschlagt. Der Verein versprach sich an den Kosten zu beteiligen, wenn ihm der Aufstieg in die zweite Liga glücken sollte. Bisher muss der Chemnitzer FC in dem veralteten, 1934 erbauten Stadion spielen, was nur mittels einer Sondergenehmigung des DFB möglich ist. Der Bau eines neuen Stadions war in Chemnitz heftig umstritten, da der Umbau teuer und die dafür nötigen Kredite durch hohe Zinsen die Stadtkasse belasten, während die Erträge des Chemnitzer Fußballvereins in der 3. Liga noch eher gering sind. Trotzdem stimmten 35 der 56 Stadträte für den Bau, nachdem 21.000 Chemnitzer Bürger eine Unterstützerliste unterzeichnet hatten, mit der sie die Stadt um finanzielle Hilfe für den Stadionbau baten. Entsprechend groß war der Jubel unter den Fans, als das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben wurde.

Münster spielt ohne Fans

Beim Gastspiel des SCP gegen den VfL Osnabrück, kam es am 10. September zu schweren Ausschreitungen durch Fans des Verein Preußen Münster. Ein 24-jähriger Fan war Feuerwerkskörper in den Spielertunnel, wodurch 24 Personen, darunter fünf Polizisten teils schwer verletzt wurden. Der DFB hat deshalb über Preußen Münster eine Geldstrafe über 7000 Euro und den Ausschluss der Fans für die kommenden zwei Spiele verhängt. Außerdem müssen je 9000 Euro Schadensersatz an die davon mit betroffenen beiden gastgebenden Fußballvereine gezahlt werden. Aufgrund der Schwere des Vorfalls und seiner Folgen, die eventuell auch für den Verein noch nicht ausgestanden sind, akzeptiert Preußen Münster die Strafe. Auch gegen den VfL Osnabrück ermittelt der DFB, da auch dessen Fans Feuerwerkskörper im Gästeblock abbrannten. Der 24-jährige Täter aus Münster wurde inzwischen von der Polizei verhaftet und befindet sich wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Es ist schwer vorstellbar, dass Menschen für ein bisschen „Spaß“ Verletzungen und den Tod anderer Menschen, sowie eine jahrelange Gefängnisstrafe für sich selbst in Kauf nehmen.