Zweitligist Hansa Rostock hat jetzt bekannt gegeben, dass ihr Stammspieler Tobias Jänicke seinen Vertrag bis zum Jahr 2013 verlängert hat. Für Jänicke war seine persönliche Bindung an den Verein für die Entscheidung ausschlaggebend. Jänicke; „Woanders hätte ich zwar ein paar Euro mehr verdient, aber hier in Rostock habe ich etwas mit aufgebaut, das ich gern fortführen will.“ Tobias Jänicke wechselte 2003 vom FC Tollense Neubrandenburg zu Hansa und fühlt sich seitdem hier heimisch. Bereits 66 Ligaspiele absolvierte der 22-Jährige für seinen Verein und erzielte dabei 13 Tore. Auch Hansa-Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann freuen sich über die Entscheidung zum Bleiben. Trainer Vollman ist mit der Performance des jungen Spielers sehr zufrieden: „Tobias Jänicke war in dieser Saison eine feste Größe in unserer Mannschaft. Er ist ein torgefährlicher Spieler, der mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke jederzeit in den 90 Minuten Akzente setzen kann.“ Damit wechselt der Club mit allen Stammspielern der Aufstiegsmannschaft in der kommenden Saison, in die Zweite Liga. Jänicke bleibt auch, weil er zuversichtlich ist, dass die kommende Saison ebenso erfolgreich wird, wir die letzte; „Wenn wir uns noch gezielt verstärken können, ist in der kommenden Saison vielleicht auch noch ein bisschen mehr möglich als der Klassenerhalt“.
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Zweikampf um Platz drei, Basler auf Abstiegsplatz, Münster steigt auf
Zum Ende der Drittliga-Saison wird es noch einmal spannend. Sowohl im Kampf um Platz drei als auch im Abstiegskampf wird es erst am letzten Spieltag eine endgültige Entscheidung geben.
Lange Zeit war es ein Mehrkampf um den Relegationsplatz der zum Aufstieg in die zweite Liga führen kann. Jetzt ist es nur noch ein Zweikampf zwischen Dynamo Dresden und Wehen Wiesbaden mit den besseren Aussichten für Dynamo Dresden. Gewinnt die Loose-Truppe am nächsten Samstag in Offenbach, so ist Dynamo Sieger um Platz drei. Für die Kickers geht es zum Saisonabschluss allenfalls darum, sich mit den eigenen Fans zu versöhnen. Nach einer tollen Hinrunde verspielte die Mannschaft jede Aussicht auf die zweite Liga. Für Wehen Wiesbaden wird der letzte Spieltag schwieriger. Sie müssen bei Werder Bremen II ran, die noch die letzte Möglichkeit auf den Klassenerhalt nutzen möchten. Hierzu müssten die Bremer gewinnen und gleichzeitig dürfte Rot Weiss Ahlen nicht in Rostock punkten. Die Hanseaten können sich mit einem Sieg bei den Fans für die Treue bedanken und das wird sicher auch das Ziel der Mannschaft von Trainer Peter Vollmann sein.
Übel sieht es indes für Mario Baslers Burghausener aus. Nach der 2:0-Niederlage in Dresden ist das Team auf den ersten Abstiegsplatz abgesackt. Am nächsten Samstag muss zum einen ein Sieg her und zum anderen darf Ahlen nicht punkten. Drei Mannschaften kämpfen also noch um den Klassenerhalt. Diesen hat der VfR Aalen mit einem 1:1-Unentschieden am Samstag perfekt gemacht. Mit 41 Punkten ist Aalen somit gerettet.
Zum Ende der Saison verabschiedet sich Eintracht Braunschweig aus der dritten Liga mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Sechs von zehn Partien sind am kommenden Samstag nur der Vollständigkeit geschuldet und richten weder im Aufstiegs- noch im Abstiegskampf etwas aus.
Drei Spieltage vor Schluss kann sich die Mannschaft von Preußen Münster schon auf die dritte Liga freuen. Am 31. Spieltag der Regionalliga West konnte Münster mit einem 3:0-Heimerfolg gegen die Reserve aus Mönchengladbach bereits vorzeitig den Aufstieg perfekt machen. Ganz so deutlich ist es in der Nord- und Süd-Staffel nicht. Im Norden führt die Tabelle der Chemnitzer FC an, im Süden ist Darmstadt 98 Tabellenführer.
Neue Stadien für Jena und Erfurt
Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt können sich über neue Stadien freuen. Das Erfurter Steigerwaldstadion soll innerhalb der nächsten zwei Jahre in eine Multifunktionsarena umgebaut werden, die zukünftig 21.000 Zuschauer fassen wird. 27 Millionen Euro hat die Thüringer Landeshauptstadt dafür bereit gestellt. Auch das Ernst-Abbe-Stadion des Jenaer Vereins wird mit 22 Millionen Euro bezuschusst und komplett saniert und erweitert, so dass hier in Zukunft 17.200 Besucher die Spiele verfolgen können. „Ein Traum geht in Erfüllung“, freut sich FCC-Präsident Hartmut Beyer. Der Geschäftsführer des Jenaer Vereins, Roy Stapelfeld plant schon weiter: „Natürlich werden sich Service und Komfort deutlich verbessern. Dadurch wird ein Stadionbesuch zukünftig attraktiver“. Dann kann das Stadion auch für andere sportliche und kulturelle Veranstaltungen, oder Tagungen genutzt werden. Durch den Ausbau der Infrastruktur verbessert sich auch die Wettbewerbsfähigkeit der beiden Klubs, was die Chancengleichheit mit den Westdeutschen Fußballvereinen erhöht, die auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht gegeben ist. Ex-Nationalspieler Günter Netzer: „Die Ostvereine bleiben unterprivilegiert. Sie haben immer noch unter dem Standort zu leiden“. Ob ein Verein genug Sponsoren findet hängt immer auch von den Firmen ab, die sich in vielen ostdeutschen Gegenden nur zögerlich ansiedeln. Netzer: „Es ist immer abhängig von den Zielen der Firmen. Und im Osten gibt es noch immer weiße Flecken, wo die Firmen nicht hin wollen“. Deshalb ist die Unterstützung von Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt durch die Stadtverwaltungen eine große Hilfe und erhöht die Chance, mit den Westdeutschen Konkurrenten mithalten zu können.
Kickers fallen auf Platz 6, Erfurt gewinnt Duell um Platz drei
Der 35. Spieltag sorgte vor allem für Rotation um Platz drei. Beste Chancen vor dem Spieltag hatte der SV Wehen Wiesbaden, die in der vergangenen Woche den Relegationsplatz eroberten und Kickers Offenbach verdrängten. An diesem Spieltag kam es zum direkten Duell zwischen den Wiesbadenern und Rot-Weiß Erfurt. Nils Pfingsten-Reddig sorgte an Ostern für einen Dreier der Rot-Weißen und demzufolge Platz drei in der dritten Liga.
Von Platz drei bis Platz fünf haben alle drei Mannschaften nun 58 Punkte – Erfurt, Dresden und Wiesbaden hoffen noch auf Liga zwei, Offenbach hat einen Punkt weniger. Dynamo Dresden bezwang unterlegene Unterhachinger mit 4:0 und bescherten Trainer Ralf Loose gute Laune. Jeweils ein Doppelpack von Esswein (Saisontreffer 15 und 16) und Schahin sorgten für den verdienten Sieg.
Aufsteiger Eintracht Braunschweig verteilt hingegen keine Lorbeeren und bezwang Kickers Offenbach mit 2:1. Der frisch mit einem neuen Vertrag ausgestattete Dominick Kumbela machte in der 19. Minute sein bereits 17. Saisontor. Bellarabi erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Nicolas Feldhahn konnte lediglich den Anschluss (69.) erzielen.
Die Mannschaft der letzten Spieltage bleibt der 1. FC Saarbrücken. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger holte beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen II den sechsten Sieg in Folge und klettert in der Tabelle auf Platz sieben! Damit sind die Saarbrücker hinter Braunschweig und Rostock die drittbeste Rückrundenmannschaft.
Eine bittere Niederlage musste die Basler-Trupper aus Burghausen hinnehmen. Lange Zeit sah es im Spiel bei Carl Zeiss Jena nach einer Nullnummer aus. Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Rene Eckardt den Siegtreffer für Jena. Für Wacker Burghausen war die Niederlage bereits die fünfte aus den letzten sechs Spielen – Resultat: Platz 17, punktgleich mit Rot Weiss Ahlen die am Sonntag in Stuttgart mit 1:5 unter die Räder kamen und den ersten Abstiegsplatz weiter einnehmen. Absteiger Bayern München II schaffte einen Punktgewinn gegen Hansa Rostock, die bereits am Samstag auf dem Weg mit dem Bus nach München zum zweiten Aufsteiger gemacht wurden.
Neun Punkte sind in dieser Saison noch zu holen. Spannend bleibt es im Kampf um Platz drei und im Abstiegskampf. Noch werden dort zwei Mannschaften gesucht, die in der nächsten Saison in der Regionalliga ran müssen.
