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Neun Spiele am Samstag, TOP-Spiel am Sonntag

Es werden noch zehn Spieltage in der laufenden Saison der dritten Liga angepfiffen, dann ist auch diese Saison wieder beendet. Zehn Spiele, in denen noch dreißig Punkte gegen den Abstieg oder für den Aufstieg zu holen sind.

Am heutigen Samstagnachmittag werden insgesamt neun Partien angepfiffen, da am Freitag kein Spiel stattfand. Und die Brisanz der einzelnen Begegnungen ist zu spüren. Zwei Derbys, Abstiegskampf und der Griff an die goldene Krone tragen dazu bei. Zunächst empfängt der 1. FC Heidenheim den VfR Aalen und im zweiten Derby reist Erfurt zu Carl Zeiss Jena. Für Aalen geht es dabei um drei wichtige Punkte gegen den Abstieg (Platz 17) und für Erfurt (Platz 5) gar um die letzte Chance auf den dritten Platz, der für die Relegation zur zweiten Liga qualifiziert. Abwegig ist das nicht, denn wenn Erfurt in Jena punktet und Offenbach gegen Koblenz verliert, so ist die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling mit den Kickers punktgleich und zieht durch das bessere Torverhältnis vorbei auf Platz drei. Dies setzt jedoch voraus, dass auch Wehen Wiesbaden im Auswärtsspiel in Sandhausen nicht punktet. Das Hinspiel konnten die Wiesbadener mit 2:0 gewinnen.

Im Abstiegskampf stehen sich Wacker Burghausen und Werder Bremen II gegenüber. Die Mannschaft von Trainer Mario Basler hat zwar fünf Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz, bei einer Niederlage gegen die Bremer sind es jedoch nur noch zwei. Die Werder-Spieler können einen großen Sprung Richtung Klassenerhalt schaffen und sich bei einem Sieg mit 30 Punkten aus dem Tabellenkeller verabschieden. Schwer wird es dabei hingegen für die Bayern. Die Reserve des deutschen Meisters liegt mit 22 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz und muss im Abstiegsduell gegen den SV Babelsberg unbedingt drei Punkte einfahren, um doch noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu waren.

Berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg kann sich Dynamo Dresden machen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Mauksch hat die letzten vier Spiele alle gewonnen und konnte den sechsten Platz festigen. Zudem hat Dynamo noch ein Spiel offen, welches am nächsten Samstag gegen Heidenheim stattfinden wird. Zum dritten Platz sind es nur drei Punkte, die schon mit dem Nachholspiel aufgeholt werden können. Zudem teilte der Verein in dieser Woche mit, den Vertrag mit David Solga verlängert zu haben – dieser gilt für die dritte und für die zweite Liga!

Am Sonntag wird der Spieltag dann mit dem absoluten Spitzenspiel abgerundet. Eintracht Braunschweig empfängt Hansa Rostock, was auch bedeutet, dass die Mannschaft mit 64 Punkten gegen die Mannschaft mit 61 Punkten antritt. Wie eingangs erwähnt, sind noch 30 Punkte in der Saison zu holen, also ist der Aufstieg bei beiden Mannschaften zwar naheliegend, aber noch lange nicht perfekt. Eines ist vor dem Spiel schon klar – das „Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße“ wird mit 25.000 Fans komplett ausverkauft sein.

Nullnummer in Rostock, Erfurt bezwingt Tabellenführer Braunschweig

Der 28. Spieltag hatte es in der dritten Liga in sich. Zunächst am Freitagabend die Abstiegsduelle, gefolgt von den Aufstiegspartien am Samstag. Während sich Sandhausen, Bremen, Aalen und Burghausen im Tabellenkeller jeweils drei Punkte sicherten, ließen die Tabellenführer Federn.
Tabellenführer Eintracht Braunschweig, seit 17 Spielen ohne Niederlage, fand seinen Meister in Rot-Weiß Erfurt. Zunächst lief alles nach Plan, Dennis Kruppke erzielte nach 21 Minuten den Führungstreffer für die Löwen. Noch vor der Halbzeitpause konnten sich die 8000 Zuschauer im Steigerwaldstadion freuen. Doppel-Torschütze Marcel Reichwein brachte die Emmerling-Schützlinge in Front. Kurz vor Schluss der Partie machte Denis Weidlich (87. Minute) alles für RWE klar. Erfurt klettert auf Platz fünf und liegt nun drei Punkte hinter Kickers Offenbach. Diese konnten in Rostock im Spitzenspiel Nummer zwei des Spieltages einen Punkt entführen. Dabei hatte Hansa mehr vom Spiel und hätte die drei Punkte durchaus zu Hause behalten können. Die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann kann trotzdem gut mit dem Punkt leben, mit 61 Punkten liegen die Hanseaten noch immer 13 Punkte vor den Kickers. Die müssen so langsam wieder eine Punkte-Serie hinlegen, denn Wiesbaden, die ihr Spiel gegen Saarbrücken mit 2:1 gewinnen konnten, liegen nur zwei Punkte hinter Offenbach in Lauerstellung. Auch Erfurt und Dresden haben Chancen auf Platz drei. Dynamo besiegte Jahn Regensburg durch einen Foulelfmeter von Schahin mit 1:0. Koblenz rutscht durch die 0:4-Heimschlappe gegen Wacker Burghausen auf Platz sieben zurück.
Rot Weiss Ahlen verschafft sich immer mehr Luft auf die Abstiegsränge – in den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft von Arie van Lent zehn Punkte und ist derzeit zwölfter.
In den weiteren Partien bezwang Aalen Jena mit 2:1 und der VfB Stuttgart II besiegte Unterhaching mit 1:0.

Herber Rückschlag für Kickers Offenbach, Ahlen feiert

Am Dienstagabend mussten vier Mannschaften der dritten Liga antreten, um ihre Nachholspiele zu absolvieren. Bayern München II empfing Kickers Offenbach und Rot Weiss Ahlen hatte Stuttgart II zu Gast.

Die Mannschaft von Neu-Trainer Thomas Gerstner, Kickers Offenbach, die bei seinem Trainer-Debüt noch drei Punkte gegen Rot-Weiß Erfurt holen konnte, unterlag am Abend dem Tabellenschlusslicht Bayern München II mit 0:1. Bereits nach drei Minuten fiel das einzige Tor des Tages durch Steffen Wohlfarth. Hinzu kam, dass Daniel Henrich bereits eine Minute nach seiner Einwechselung (84. Minute) mit einer Notbremse vom Platz musste. Die Kickers scheinen alles zu verspielen, was sie noch in der Hinrunde erarbeitet haben. Die Kickers bemühten sich zwar das Spiel noch zu einem besseren Ausgang zu bringen, scheiterten jedoch entweder an der Latte (Occean, 19. Minute) oder am eigenen Unvermögen. Es bleibt somit für die Offenbacher mit 47 Punkten bei einem 3-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger. Und es sieht nicht rosig aus, denn am kommenden Samstag muss die Mannschaft von Thomas Gerstner zur Hansa nach Rostock, die nach einer kurzweiligen Schwächephase wieder voll da sind und den Aufstieg fest im Blick haben.

In der zweiten Partie des Abends konnte sich Rot Weiss Ahlen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf holen. Die Mannschaft von Trainer Arie van Lent bezwang den Gast aus Stuttgart mit 2:0. Die Tore schossen Sebastian Ghasemi-Nobakht in der 71. Minute und Björn Kluft in der 78. Spielminute. Die Reserve-Mannschaft des VfB scheint sich als neuer Aufbau-Gegner der abstiegsgefährdeten Klubs zu engagieren, bereits am vergangenen Spieltag verloren die Stuttgarter gegen Abstiegs-Kandidat SV Sandhausen und davor gab es nur einen Punkt gegen Werder Bremen II.

Ahlen konnte durch den Sieg auf 30 Punkte aufbessern und hat jetzt einen Abstand zum ersten Abstiegsplatz von fünf Punkten. Bayern München II schafft mit den drei Punkten den Anschluss auf einen Nicht-Abstiegsplatz nicht zu verlieren. Aktuell sind es nur noch vier Punkte bis zum rettenden Ufer.

 

Die Tabellenführer ziehen davon

Noch elf Spieltage folgen in der dritten Liga in der es insgesamt 38 Mal zur Sache geht. Elf Spiele bedeuten 33 Punkte, die noch zu vergeben sind. Jedoch scheint es, als ob die beiden Anführer der Tabelle nicht mehr aufzuhalten sind. Auch am 27. Spieltag in Liga drei schafften es sowohl Braunschweig als auch Rostock wieder einmal mit drei Punkten das Feld zu verlassen.
Die Eintracht bezwang den Gast aus Aalen mit 2:0, Hansa Rostock feierte in Burghausen mit einem 4:1 den insgesamt neunten Sieg auf des Gegners Platz und führt die Auswärtstabelle sogar vor Eintracht Braunschweig an, die nur acht Mal auswärts gewinnen konnten. Demgegenüber sind die Löwen so heimstark wie kein anderes Team der Liga. Eine einzige Niederlage steht 12 Siegen gegenüber. Insgesamt holte die Eintracht 36 der 64 Punkte auswärts.
Auf Platz drei der Tabelle befindet sich Offenbach, die bereits am Freitagabend ihr Heimspiel gegen Erfurt mit 2:1 gewinnen konnten. Weiter im Aufwärtstrend befindet sich zudem Dynamo Dresden. Der Tabellenvierte Wehen Wiesbaden wurde mit einem 3:0 nach Hause geschickt. Das bedeutete den dritten Sieg in Folge und Platz Sieben der Tabelle.
Im Abstiegskampf gab es interessante Begegnungen. Saarbrücken bezwang Bayern München II mit 4:1. Die Münchener sind daher weiter Tabellenschlusslicht mit nur 19 Punkten. Bis zum rettenden Ufer sind es sieben Punkte. Im Duell zwischen Unterhaching und Bremen II konnte sich die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler mit 2:0 durchsetzen und sich zumindest vorläufig aus dem Abstiegskampf entfernen. Mit 34 Punkten steht Unterhaching derzeit auf Platz Zehn.
Immer enger wird es hingegen für die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth. Die Babelsberger sind nach dem 0:1 gegen Koblenz seit vier Spielen ohne Sieg und nur noch einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt.
Am kommenden Dienstagabend kommt es zu zwei Nachholspielen. Die Bayern-Reserve empfängt Kickers Offenbach und Rot Weiss Ahlen hat Stuttgart II zu Besuch.