Wehen Wiesbaden als Favorit?

Der Trainer von Wehen Wiesbaden, Gino Lettiere, befürchtet nach dem hervorragenden 6:1 gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt, dass der Wiesbadener Verein jetzt in eine Favoritenrolle gedrängt wird, der er nicht gerecht werden kann. Dadurch würde sich der Druck auf die Mannschaft stark erhöhen, was leicht die Spielqualität negativ beeinflusst. Lettieri: „Ich glaube kaum, dass wir in der Punkterunde nach fünf Sekunden ein Tor schießen werden. Und wir wissen doch alle, wie das in der Vorbereitung läuft und dass die Ergebnisse solcher Spiele sekundär sind.“ Er findet es zwar positiv, dass „unser Mittelfeld spielerisch anders auftritt – was es übrigens auch im Ernstfall beweisen muss. In der Breite sind wir noch ein wenig besser aufgestellt als in der Vorsaison“. Außerdem mahnt er; „Viele gute Köche verderben den Brei. Bei uns bedeutet Konkurrenzkampf momentan Positionskampf. Jeder will zeigen: Was du kannst, kann ich sogar noch besser. Aber das ist normal bei einer neuen Mannschaft.“ Trotz allem ist es ein schöner Beginn für eine neu zusammen gestellte Mannschaft, durch den sie vielleicht auch das nötige Selbstbewusstsein für eine gute Performance in der kommenden Saison bekommt.

Übergangspräsidium in Bielefeld

Nach dem Vorstandsrücktritt des DSC Arminia Bielefeld, wurde jetzt ein Übergangspräsidium einberufen. Dieses leitet der Bielefelder Rechtsanwalt Hans-Joachim Faber als Interimspräsident und wird für einen Übergangszeitraum die Geschäftsfähigkeit des Bielefelder Fußballvereins sicher stellen. Als Vizepräsident wird er unterstützt durch den Jugendvorstand und Trainer Augustin Kwamo-Kamdem und als Schatzmeister und Prokurist Gerhard Harhausen. Das gab der DSC jetzt auf seiner Vereinswebseite bekannt. Die Wahl der genannten traf; „sowohl bei Ehrenrat, Verwaltungsrat und Aufsichtsrat des DSC als auch bei den maßgeblichen Darlehensgebern des Klubs auf einhellige Zustimmung.“ Der Vorstand versprach zeitgleich, sich zügig um ein neues, dauerhaftes Präsidium zu bemühen. Das bis dahin amtierende Präsidium, war auf der vergangenen Hauptversammlung Ende Juni geschlossen zurück getreten. Als langfristiger Nachfolger ist derzeit der ehemalige Nationaltorhüter Uli Stein im Gespräch. Näheres ließen die Verantwortlichen darüber jedoch noch nicht verlauten.

Nach dem WM-Aus

Trotz des diesmal so frühen Ausscheidens der deutschen Frauenfußballmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion, sieht die OK-Chefin Steffi Jones darin keinen Rückschlag, für den Frauenfußball in Deutschland. Jones: „Das wird keinen großen Einfluss haben. Wir haben viele nachhaltige Projekte angeschoben, die werden wir auch fortsetzen. Das ist nicht abhängig von der deutschen Mannschaft. Die WM hat eine eigenen Stimmung erzeugt.“ Schwerer wiegt dagegen die verfehlte Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. Den Traum von der Olympia-Teilnahme musste die deutsche Frauen-Elf nach dem Viertelfinalsieg der Schwedinnen gegen Australien begraben. Jones: „Wir müssen jetzt sehen, dass wir die zwei Jahre nutzen und dann 2013 wieder die EM angehen“. Auf erste Fragen nach dem oder den Schuldigen der Niederlage antwortete sie zurückhaltend diplomatisch: „Alle müssen sich Kritik stellen. Und das hat Silvia Neid am Samstag und auch am Sonntag bereits gemacht. Jeder für sich muss das erst mal realisieren und nach den Fehlern suchen. Und die Trainerin wird das auch machen.“

Sascha Bigalke spielt für Unterhaching

Der SpVgg Unterhaching hat sich jetzt für einen weiteren Spieler, zur Verstärkung der Mannschaft für die kommende Saison entschieden. Der Verein verpflichtete Sascha Bigalke, der zuletzt beim Hertha BSC spielte. Der 21-Jährige ist ein offensivstarker Mittelfeldspieler, der bereits 47 Juniorländerspiele bestritt. Erfahrungen sammelte er auch schon in der Europa League, wo er gegen den SC Heerenveen eingesetzt wurde. Auch ist er einer der Kader der Nachwuchsnationalmannschaften des DFB und schaffte es 2007 mit dem Team der U-17 auf den 3. Platz in Südkorea. Dort arbeitete er mit Heiko Herrlich zusammen, der damals die deutsche U-17-Mannschaft trainierte und der in der kommenden Saison als neuer Trainer der Unterhachinger Mannschaft arbeiten wird.