Tobias Gebert gibt Amt beim SV Sandhausen auf

Auf einer Pressekonferenz am heutigen Freitag gab der sportliche Leiter des SV Sandhausen, Tobias Gebert, bekannt, dass er von seinem Posten zum 31. Mai zurück treten werde. Als Grund gab er die enttäuschenden Ergebnisse der Saison an. Gebert:

„Ich ziehe damit die Konsequenz aus dem für alle enttäuschenden Verlauf der Runde. Wir haben uns vor der Saison das Ziel Aufstieg in die 2. Bundesliga gesetzt. Wir haben einen Kader zusammengestellt, von dem ich überzeugt war, dass dieses Ziel erreichbar ist. Ich lasse mich an Zielen messen und habe für mich persönlich den Anspruch, gesetzte Ziele zu erreichen. Ich bin für den sportlichen Bereich des SV Sandhausen verantwortlich, somit ist dieser Rücktritt für mich die logische Konsequenz.“ Sandhausen steht aktuell auf dem 16. Platz, vier Punkte vor dem Abstiegsplatz. Jürgen Machmeier, Präsident des Vereins, dankte Gebert für seine bisherige Arbeit und akzeptierte den eingereichten Rücktritt: Ich akzeptiere diese Entscheidung von Tobias. Er hat an der erfolgreichen Zeit der vergangenen fünf Jahre entscheidenden Anteil. Dafür möchte ich Ihm persönlich danken.“ Ganz will Gebert sich allerdings noch nicht vom SV Sandhausen trennen, sondern noch im Marketingbereich für den Verein tätig bleiben. Als neuer sportlicher Leiter wurde bereits Otmar Schork ausgewählt, der bereits früher als Manager bei Sandhausen gearbeitet hat.

 

Eintracht erster Aufsteiger? Babelsberg wird durchgereicht, Dynamo weiter stark

Das Spitzenspiel am 29. Spieltag der dritten Liga brachte für Hansa Rostock Ernüchterung und für Eintracht Braunschweig den fast schon sicheren Aufstieg in die zweite Bundesliga. Braunschweig hat durch den 2:1-Sieg im Heimspiel gegen Rostock nun 18 Punkte Vorsprung auf Platz drei und zudem eine positive Tordifferenz von 51 Toren! Das sollte zum Aufstieg reichen.
Ein Doppelschlag in der 35. und 37. Spielminute sorgte im Eintracht-Stadion für eine 2:0-Führung der Löwen. Die Torschützen waren Dennis Kruppke und Norman Theuerkauf. Erst in der 85. Minute konnte Hansa durch Marcel Schied auf 2:1 verkürzen. Der Anschlusstreffer kam dennoch zu spät. Die Mannschaft von Trainer Lieberknecht hielt die Führung fest und siegte verdient. Rostocks Vorsprung auf Platz drei sinkt auf zwölf Punkte, was jedoch immer noch ein gutes Polster darstellt.
Interessant wird es um Platz drei. Offenbach konnte wiederum nicht gewinnen und musste die Punkte mit dem Gast aus Koblenz teilen. Die Verfolger aus Erfurt und Dresden sind nur noch einen einzigen Punkt entfernt. Erfurt siegte in Jena und Dresden besiegte Ahlen. Damit hat Dynamo die große Chance am kommenden Samstag im Nachholspiel gegen Heidenheim auf den dritten Platz vorzurücken. Bei einem Sieg wären es das sechste Mal hintereinander drei Punkte für die Maucksch-Truppe.
Im Abstiegskampf wird es immer enger für den SV Babelsberg. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth musste sich zu Hause Unterhaching mit 0:4 geschlagen geben und befindet sich nach dem siebten sieglosen Spiel auf Platz 19 der Tabelle wieder. Schlechter sind nur noch die Münchener, die über ein 0:0 in Stuttgart nicht hinaus kamen. Wacker Burghausen konnte sich mit 2:1 gegen Werder Bremen II durchsetzen und verschaffte sich einen guten Vorsprung auf die Abstiegsränge. Das Team von Mario Basler befindet sich mit 35 Punkten auf Platz 11.
Insgesamt gab es am 29. Spieltag in fünf Spielen das Ergebnis 0:0. Heidenheim – Aalen, Saarbrücken – Regensburg, Sandhausen – Wiesbaden, Stuttgart II – Bayern München II und Offenbach – Koblenz schafften jeweils keine Tore.

Neun Spiele am Samstag, TOP-Spiel am Sonntag

Es werden noch zehn Spieltage in der laufenden Saison der dritten Liga angepfiffen, dann ist auch diese Saison wieder beendet. Zehn Spiele, in denen noch dreißig Punkte gegen den Abstieg oder für den Aufstieg zu holen sind.

Am heutigen Samstagnachmittag werden insgesamt neun Partien angepfiffen, da am Freitag kein Spiel stattfand. Und die Brisanz der einzelnen Begegnungen ist zu spüren. Zwei Derbys, Abstiegskampf und der Griff an die goldene Krone tragen dazu bei. Zunächst empfängt der 1. FC Heidenheim den VfR Aalen und im zweiten Derby reist Erfurt zu Carl Zeiss Jena. Für Aalen geht es dabei um drei wichtige Punkte gegen den Abstieg (Platz 17) und für Erfurt (Platz 5) gar um die letzte Chance auf den dritten Platz, der für die Relegation zur zweiten Liga qualifiziert. Abwegig ist das nicht, denn wenn Erfurt in Jena punktet und Offenbach gegen Koblenz verliert, so ist die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling mit den Kickers punktgleich und zieht durch das bessere Torverhältnis vorbei auf Platz drei. Dies setzt jedoch voraus, dass auch Wehen Wiesbaden im Auswärtsspiel in Sandhausen nicht punktet. Das Hinspiel konnten die Wiesbadener mit 2:0 gewinnen.

Im Abstiegskampf stehen sich Wacker Burghausen und Werder Bremen II gegenüber. Die Mannschaft von Trainer Mario Basler hat zwar fünf Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz, bei einer Niederlage gegen die Bremer sind es jedoch nur noch zwei. Die Werder-Spieler können einen großen Sprung Richtung Klassenerhalt schaffen und sich bei einem Sieg mit 30 Punkten aus dem Tabellenkeller verabschieden. Schwer wird es dabei hingegen für die Bayern. Die Reserve des deutschen Meisters liegt mit 22 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz und muss im Abstiegsduell gegen den SV Babelsberg unbedingt drei Punkte einfahren, um doch noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu waren.

Berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg kann sich Dynamo Dresden machen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Mauksch hat die letzten vier Spiele alle gewonnen und konnte den sechsten Platz festigen. Zudem hat Dynamo noch ein Spiel offen, welches am nächsten Samstag gegen Heidenheim stattfinden wird. Zum dritten Platz sind es nur drei Punkte, die schon mit dem Nachholspiel aufgeholt werden können. Zudem teilte der Verein in dieser Woche mit, den Vertrag mit David Solga verlängert zu haben – dieser gilt für die dritte und für die zweite Liga!

Am Sonntag wird der Spieltag dann mit dem absoluten Spitzenspiel abgerundet. Eintracht Braunschweig empfängt Hansa Rostock, was auch bedeutet, dass die Mannschaft mit 64 Punkten gegen die Mannschaft mit 61 Punkten antritt. Wie eingangs erwähnt, sind noch 30 Punkte in der Saison zu holen, also ist der Aufstieg bei beiden Mannschaften zwar naheliegend, aber noch lange nicht perfekt. Eines ist vor dem Spiel schon klar – das „Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße“ wird mit 25.000 Fans komplett ausverkauft sein.

Nullnummer in Rostock, Erfurt bezwingt Tabellenführer Braunschweig

Der 28. Spieltag hatte es in der dritten Liga in sich. Zunächst am Freitagabend die Abstiegsduelle, gefolgt von den Aufstiegspartien am Samstag. Während sich Sandhausen, Bremen, Aalen und Burghausen im Tabellenkeller jeweils drei Punkte sicherten, ließen die Tabellenführer Federn.
Tabellenführer Eintracht Braunschweig, seit 17 Spielen ohne Niederlage, fand seinen Meister in Rot-Weiß Erfurt. Zunächst lief alles nach Plan, Dennis Kruppke erzielte nach 21 Minuten den Führungstreffer für die Löwen. Noch vor der Halbzeitpause konnten sich die 8000 Zuschauer im Steigerwaldstadion freuen. Doppel-Torschütze Marcel Reichwein brachte die Emmerling-Schützlinge in Front. Kurz vor Schluss der Partie machte Denis Weidlich (87. Minute) alles für RWE klar. Erfurt klettert auf Platz fünf und liegt nun drei Punkte hinter Kickers Offenbach. Diese konnten in Rostock im Spitzenspiel Nummer zwei des Spieltages einen Punkt entführen. Dabei hatte Hansa mehr vom Spiel und hätte die drei Punkte durchaus zu Hause behalten können. Die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann kann trotzdem gut mit dem Punkt leben, mit 61 Punkten liegen die Hanseaten noch immer 13 Punkte vor den Kickers. Die müssen so langsam wieder eine Punkte-Serie hinlegen, denn Wiesbaden, die ihr Spiel gegen Saarbrücken mit 2:1 gewinnen konnten, liegen nur zwei Punkte hinter Offenbach in Lauerstellung. Auch Erfurt und Dresden haben Chancen auf Platz drei. Dynamo besiegte Jahn Regensburg durch einen Foulelfmeter von Schahin mit 1:0. Koblenz rutscht durch die 0:4-Heimschlappe gegen Wacker Burghausen auf Platz sieben zurück.
Rot Weiss Ahlen verschafft sich immer mehr Luft auf die Abstiegsränge – in den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft von Arie van Lent zehn Punkte und ist derzeit zwölfter.
In den weiteren Partien bezwang Aalen Jena mit 2:1 und der VfB Stuttgart II besiegte Unterhaching mit 1:0.