WM-Aus für den Knöchel der Nation

Nun gibt es doch die Gewissheit, dass der Kapitän der deutschen Nationalelf Michael Ballack für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ausfällt. Nach einem Foul im englischen FA-Cup-Finale erlitt Ballack einen Innenbandriss und einen Teilriss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk.

Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich geschockt und wird vorerst keinen Spieler nachnominieren. Jetzt werden wahrscheinlich alle Augen auf Bastian Schweinsteiger gerichtet. Es könnte das erste Turnier des 26-Jährigen sein, in dem er die Hauptrolle im deutschen Spiel übernimmt. Nach einer herausragenden Saison bei Bayern München ist es ihm jedenfalls zuzutrauen.

Michael Ballack zeigte sich enttäuscht über die Nachricht nach der Kernspintomografie: „Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wenn man zwei oder drei Wochen vor der WM eine solche Diagnose erhält, ist das bitter.“. Für den 33-Jährigen wäre es vermutlich die letzte Chance auf einen Weltmeistertitel gewesen, was die Situation Ballacks noch deutlicher macht.

Derweil wird diskutiert, ob das Foul an Michael Ballack ein Racheakt von Kevin-Prince Boateng gewesen ist. Es ist die Frage, ob es tatsächlich sein kann, dass jemand einem Gegenspieler mutwillig eine Verletzung beiführen will. Wir werden das im Sinne des Fußballs bezweifeln. Boateng hat sich mittlerweile öffentlich entschuldigt.

Bayern holt das Double und schielt Richtung Madrid

Der FC Bayern München ist aktuell nicht nur die beste Mannschaft Deutschlands, sondern spielt auch noch einen hervorragenden Fussball. Vorjahressieger Werder Bremen wurde im Endspiel um den DFB-Pokal mit 4:0 abgefertigt.

Dabei fing für die Bremer alles sehr vielversprechend an – Pizarro tunnelt in der 8. Minute van Buyten im Strafraum, Butt hält hervorragend, die Nachschussversuche von Frings und Hunt werden vereitelt. Ein klasse Pokalfinale nahm seinen Lauf als Olic im Strafraum den Ball an Mertesacker vorbeischlenzen wollte, dieser aber den Ball mit der Hand stoppte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der beste Münchener der Saison, Arjen Robben mit einem flachen, aber scharf geschossenen Schuss in die rechte untere Ecke.

Nach dem Wiederanpfiff hatte der zuvor eingewechselte Hugo Almeida zwei Chancen, um die Bayern-Führung zu egalisieren, scheiterte aber knapp. In der 51. Minute knipste dann wieder einmal Ivica Olic in alter Müller-Manier mit einem Abstauber zum 2:0. Das 3:0 erzielte Ribery bevor Schweinsteiger mit einem tollen Treffer zum 4:0-Endstand erhöhte.

Negativ aufgefallen war, in einem sonst sehr fairen Spiel, Torsten Frings, der nach hartem Einsteigen die Gelb-Rote Karte sah und sich heftige Kommentare Richtung Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nicht verkneifen konnte.

Die Bayern krönten mit ihrem 15. Pokalsieg eine tolle Saison und schielen jetzt schon wieder Richtung Madrid, wo die Mannschaft von José Mourinho wartet. Inter Mailand kann am heutigen Sonntag die Meisterschaft in Italien perfekt machen. Wir können uns auf ein packendes Finale freuen, in dem die Bayern das Triple schaffen können.

Steffen Wohlfarth lässt Ingolstadt jubeln

Das zweite Relegationsspiel der Saison ist gestern Abend ebenfalls 1:0 ausgegangen. Nachdem sich Nürnberg und Augsburg am Donnerstag mit 1:0 trennten, machten es die Mannschaften vom FC Ingolstadt 04 und Hansa Rostock am Freitag Abend ebenso.

Mann des Abends war Steffen Wohlfarth, der in der 73. Minute das Tor des Tages mit der Brust erzielte. Lange sah es in dem meiste Zeit langweiligen Spiel nach einem 0:0 aus, da Torchancen eher die Seltenheit waren. Wie aus dem Nichts dann die überraschende, aber nicht unverdiente Führung der Gastgeber. Ingolstadt sah in der Partie besser aus, konnte aber auch den besten Angriff der dritten Liga nicht zum Einsatz bringen.

Mit dem Sieg hat sich die Mannschaft von Michael Wiesinger eine gute Ausgangsposition zum Rückspiel am kommenden Montag verpasst, so will Ingolstadt „mit breiter Brust nach Rostock fahren“, so Wiesinger. Demgegenüber muss Hansa Rostock zittern und zu Hause alles geben um nächste Saison nicht in Liga Drei zu verbringen. Die Abwehr der Hanseaten sah nicht immer gut aus und machte oftmals einen unsicheren Eindruck. Trainer Marco Kostmann übte nach der Partie Kritik an seine Mannschaft, sie habe nicht mutig genug gespielt. Gleichzeitig machte er aber auch Mut, denn auf Ingolstadt warten rund 25.000 Rostocker Fans, die bekanntlich nicht zimperlich sind.

Relegation für Ingolstadt und Rostock beginnt ohne Hansa-Fans

Heute Abend um 20.30 Uhr steigt das erste Relegationsspiel zwischen dem FC Ingolstadt 04 und Hansa Rostock zum Verbleib in Liga Zwei bzw. Aufstieg in diese.

Wenn Schiedsrichter Peter Gagelmann das Spiel im TUJA Stadion anpfeift, dann wird ausschließlich die Mannschaft von Trainer Michael Wiesinger von den Fans angefeuert, denn die Hansa-Fans sind nach den jüngsten Ausschreitungen vom Spiel ausgeschlossen.

Derweil ist der Trainer der Donaustädter optimistisch. Zwar sei Hansa Rostock sehr gut aufgestellt und biete gute Einzelspieler, dennoch werde seine Mannschaft Geduld aufbringen und Chancen bekommen, so Wiesinger auf der Vereins-Homepage.

Hansas Trainer Marco Kostmann hat seinen Spielern absolutes Interview-Verbot erteilt, seine Mannschaft müsse den Fokus absolut auf die beiden Endspiele richten. Der Hansa werden Mittelfeldmann Retov (Sperre) und Abwehrspieler Orestes (Verletzung) fehlen.