Archiv der Kategorie: 3. Liga

Dynamo wehrt sich gegen Pokal-Ausschluss

Dynamo Dresden hat jetzt Einspruch beim DFB eingelegt, gegen den geforderten Ausschluss des Vereins aus dem DFB-Pokal. „Sie könnten ein Spiel in der ersten Runde betreffen, aber theoretisch auch sieben Spiele inklusive Finale. Wenn man es zu Ende denkt, sogar bis zum internationalen Wettbewerb in der übernächsten Saison. Eine solche Strafe, deren Auswirkungen nicht bestimmbar sind, macht keinen Sinn“, erklärte der Anwalt des Vereins, Christoph Schickhardt. Die Strafe war über den Dresdner Fußballclub verhängt worden, nachdem Dresden-Fans im Spiel gegen Borussia Dortmund trotz Verbots wieder Raketen und Böller gezündet hatten. Jetzt muss das Sportgericht entscheiden, ob ein Einzelrichterverfahren oder eine größere mündliche Verhandlung anberaumt wird. Christoph Schickhard argumentierte, dass Dynamo Dresden alles nur Mögliche unternommen hat, um das Fehlverhalten der Dresdner Fans zu unterbinden. Um weitere Vorfälle dieser Art zu minimieren, forderte der Anwalt im Namen des Clubs ein absolutes Vermummungsverbot. Dieses sollte in sämtlichen Stadionordnungen festgeschrieben werden, wodurch auch Mitläufer mit zur Verantwortung gezogen werden könnten. Schickhardt: „Wer daneben steht und den Täter nicht meldet, sollte auch bestraft werden.“ Desweiteren verweist Schickhardt darauf, dass die Fan-Problematik zu einem großen Teil durch die Separierung der Gäste-Fans durch Gästeblocks entsteht. Schickhardt: „Durch einen Gästeblock entsteht erst die Gefahr der Verantwortlichkeit des Vereins. Es muss klar sein, jeder Zuschauer trägt für sein Verhalten allein die ganze Verantwortung.“

Neuer Stürmer für Unterhaching

Die SpVgg Unterhaching will jetzt mit einem neuen Stürmer die Offensive verstärken, wie der Verein bekannt gab. Er verpflichtete den 28-jährigen Angreifer Emmanuel Krontiris. Krontiris ist ein erfahrener Stürmer, der bereits 150 Zweitliga-Spiele für 1860 München, Koblenz, Rot-Weiß Oberhausen und Alemannia Aachen betritten hat. 30 Tore erzielte er in dieser Zeit. Für Aachen und Borussia Dortmund trat Krontiris schon neun Mal an und wurde 2002 mit Borussia Dortmund Deutscher Meister. 2004 schaffte er es mit Alemannia Aachen ins DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen. Der SpVgg Unterhaching verpflichtete ihn vorerst bis zum Ende der Spielsaison im kommenden Sommer. Über eine darüber hinausreichende Vertragsverlängerung werden sicher die Erfolge des Spielers und des gesamten Vereins entscheiden.

Erster Sieg für die Arminia

Nach elf Niederlagen gelang Arminia endlich der erste Sieg in dieser Saison. Mit 1:0 gegen Offenbach konnte die Mannschaft den schlechten Saisonstart überwinden. Doch aufgrund der bisherigen Misserfolge, ist der Verbleib des Trainers Stefan Krämer noch ungewiss, obwohl sich die Mannschaft und ihr Kapitän, Markus Schuler, für ihn aussprachen. Sie hoffen aber, dass die Vereinsleitung ihrer Empfehlung folgt und Krämer als Trainer der Mannschaft behält. Trotz der Freude über den Sieg bleiben die Erwartungen vorerst klein. Sportchef Samir Arabi erklärt im Hinblick auf die vergangene Partie: „Das war ein sehr ordentliches Spiel, nun müssen wir aber nachlegen“. Auch Krämer weiß, dass die Mannschaft noch ganz am Anfang steht. „Wir brauchen weiter gute Ergebnisse“, mahnt er, trotz seiner Zufriedenheit mit dem Spiel gegen Offenbach. Er ist sicher, dass die Mannschaft dafür auch bereit ist. Krämer: „Neben dem Resultat passte das gesamte Auftreten des Teams.“

Darmstadt wehrt sich gegen Randalierer

Der Club Darmstadt 98 wurde jetzt vom DFB-Sportgericht für die Randale während des Heimspiels gegen die Kickers Offenbach zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. 5.500 Euro muss der Damstädter Fußballclub zahlen. Das allerdings will der Verein nicht hinnehmen. Wie Rüdiger Fritsch, der Vizepräsident von Darmstadt 98 jetzt bekannt gab, soll die Strafe von den tatsächlichen Verursachern getragen werden. „Nach neuestem Urteil des Landgerichts Düsseldorf haftet ein erkannter Unruhestifter, selbst wenn er nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen war, für den gesamten Schaden. Dieser kann auch, wie vorliegend, in einer Verbandsstrafe liegen“, erklärt Fritsch. Das bedeutet, dass alle vom Verein identifizierten Randalierer den Gesamtschaden ersetzen werden müssen. „Damit werden wir unsere zahlreichen friedlichen Fans schützen“, erklärt der Vizepräsident die geplante, harte Vorgehensweise des Vereins. Bereits jetzt liegt eine entsprechende Anklage für randalierende Fans vor, die bei einem früheren Auswärtsspiel gegen die Stadionregeln verstoßen haben, was zu Strafzahlungen für den Verein führte. Dieses Geld und alle weiteren Geldstrafen, wird sich der Verein zukünftig von den Verursachern zurück holen.