Insolvenzverfahren beeinflusst Tabellenplatzierung

Das Insolvenzverfahren des insolventen Drittligisten Alemannia Aachen, könnte entscheidenden Einfluss auf die Punkteverteilung und damit auf den Abstiegskampf der einzelnen Vereine haben. Das Problem ist, dass die Gläubiger von Alemannia Aachen noch vor Ende der Spielsaison das Insolvenzverfahren eröffnen wollen. Dadurch jedoch würde nicht nur Aachen aus der dritten Liga ausgeschlossen, auch alle Punkte, die andere Vereine gegen Alemannia Aachen gewonnen haben, wären verloren. Dadurch veränderte sich die gesamte Punkteverteilung. „Es wäre das Unfairste, was passieren könnte. Ein Skandal“, kritisierte der Trainer und Sportdirektor des SV Babelsberg, Almedin Civa. Babelsberg hatte im Lafe der Saison zweimal gegen Aachen gewonnen. Die dabei erzielten sechs Punkte zu verlieren, kann sich der Babelsberger Verein, mitten im Abstiegskampf, nicht leisten. Ebenso betroffen wären Hansa Rostock, Preußen Münster und Karlsruhe.

Tage der Entscheidung für Hansa Rostock

Für Hansa Rostock wird sich in den nächsten Wochen der Verbleib in der 3. Liga entscheiden. Die aktuell auf dem 18. Tabellenplatz stehende Mannschaft wird in den kommenden sieben Tagen gegen die drei letztplatzierten Teams antreten. Gelingt es Hansa Rostock dann nicht, sich im Spiel klar durchzusetzen, droht dem Verein der Abstieg. Entsprechend kritisch sind die Meinungen über Coach Marc Fascher. Wie der Hansa-Manager Uwe Vester durchblicken ließ, gilt die Jobgarantie für den Trainer nur noch bis zum nächsten Spiel. Nähere Angaben wollte er nicht machen, doch es ist klar, dass der Stuhl von Fascher wackelt. Zumindest die Manschaft gibt sich zuversichtlich. Mittelfeldspieler Leonhard Haas erklärt, dass der Mannschaft die Bedeutung des nächsten Spieles bewusst ist: „Wenn wir in Aachen gewinnen haben wir einen Riesenschritt gemacht. Dann kommt alles andere von allein.“

 

Chance für Alemannia Aachen

Der Streit um die Stadionkosten für Alemannia Aachen scheint sich jetzt zum Positiven zu wenden, nachdem Oberbürgermeister Marcel Philipp sich für den Verbleib des Vereins eingesetzt und erklärt hat, dass eine Lösung für das Dilemma gefunden werden muss. Alemannia Aachen sollte jährlich 1,7 Millionen Euro für die Nutzung des neuen Stadions bezahlen, kann aber, nach eigenen Angaben, höchstens 600.000 Euro aufbringen. Deshalb hatte sich der Verein zuletzt nach anderen Stadien umgesehen. Zuletzt war das 30 Kilometer entfernte Karl-Knipprath-Stadion Jülichs im Gespräch, dass rund 5500 Zuschauern Platz bietet. Allerdings ist es renovierungsbedürftig, so dass auch dies nur eine Zwischenlösung wäre. OB Philipp hält es jedoch für unnötig, das der Drittligist außerhalb Aachens trainiert. Philipp: „Es muss zu einer für die Stadt vertretbaren Gesamtlösung kommen“. Die Spieler und ihre Fans würden eine solche Lösung sicher zu schätzen wissen. Die Aufnahme weiterer Kredite wäre, für den bereits hoch verschuldeten Verein, allerdings nicht der richtige Weg.

Weiterhin viele Spielabsagen

Das wechselhafte Wetter, schwankend zwischen Frosteinbrüchen, Tauwetter und Regen, hat zu drei weiteren Spiel-Absagen geführt. So kann auf der Waldau noch immer nicht gespielt werden, so dass das für Dienstag angesetzte Nachholspiel, zwischen dem VfB Stuttgart und Rot-Weiß Erfurt ausfällt. Auch das für Mittwoch geplante Spiel zwischen Babesberg und Rostock musste gestrichen werden. Aufgrund von Schnee, Eis und Regen bleiben die Stadien in Stuttgart-Degerloch und Babelsberg unbespielbar. Das dritte für diese Woche geplante Nachholspiel, Darmstadt 90 gegen den Chemnitzer FC, fiel ebenfalls dem Wetter zum Opfer. In Darmstadt war es heftiger Schneefall, der ein bespielen des Platzes unmöglich machte. Wann die Partien nachgeholt werden können, ist noch offen, soll aber baldmöglichst bekannt gegeben werden.