Dresden und Cottbus siegen, Union Berlin fällt zurück, Rostock in Duisburg, Aue in München

Am 4. Spieltag der 2. Bundesliga gab es am Freitagabend ein Ostduell zwischen Dynamo Dresden und Union Berlin. Union hatte vor dem Spiel jeweils einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden auf dem Konto, Dynamo war bislang sieglos und konnte erst einen Punkt holen. Die Mannschaft von Ralf Loose konnte den Gegner aus Berlin mit 4:0 besiegen. Über 29.000 Zuschauer sahen im Glücksgas-Stadion wie Stoll den Gastgeber in der 21. Minute in Führung brachte. Nach der Halbzeit erhöhten Knoll (50.), Pfeffer (61.) und Koch (65.) auf den 4:0-Endstand. Dynamo konnte sich auf den neunten Platz der Tabelle verbessern, Union stürzt ab auf den dreizehnten Platz.

Am Sonntag muss Hansa Rostock zum MSV Duisburg. Beide Mannschaften konnten in der laufenden Saison noch keinen Sieg auf eigener Seite erzielen. Duisburg steht mit nur einem Punkt auf Platz 16, Hansa konnte zumindest zwei Unentschieden und somit zwei Punkte einfahren (Platz 14). Erzgebirge Aue bekommt es am 4. Spieltag mit 1860 München zu tun. Die Münchener sind gut drauf und konnten am vergangenen Spieltag Energie Cottbus mit 5:0 besiegen. Nach zwei Siegen und einer Niederlage stehen die Münchener auf Platz sieben. Erzgebirge Aue hat ein ausgeglichenes Punktekonto. Eine Niederlage, ein Unentschieden und ein Sieg verbuchte die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt bislang.

Arminia Bielefeld mit desolater Leistung, Preußen Münster im Soll

Am 4. Spieltag der dritten Fußballliga gab es für Absteiger Arminia Bielefeld eine herbe Niederlage gegen den Aufsteiger SV Darmstadt 98. Die Ostwestfalen mussten sich dem Gegner aus Hessen mit 5:1 geschlagen geben und verloren zudem zwei Spieler, die mit Rot vom Platz mussten. Bereits in der 19. Minute musste Schönfeld mit Gelb-Rot vom Platz, ihm folgte in der 39. Minute Hernandez der glatt Rot sah. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits durch Tore von Steegmann (3.) und Heckenberger (17.) 2:0 für den Gastgeber. Den Halbzeitstand von 3:0 markierte Latza in der 45. Spielminute. Nach der Halbzeit war es zunächst der eingewechselte Hille der den Anschluss zum 1:3 aus Sicht der Arminia herstellte. Doch neun Spieler konnten nichts mehr im Spiel umreißen. Darmstadt erhöhte durch Hübner (75.) und Wölk (89.) auf 5:1. Bielefeld steht bereits nach vier Spieltagen mit dem Rücken zur Wand – nur ein Punkt und Platz 20 steht auf dem Konto. Darmstadt konnte die ersten drei Punkte holen und ist nun auf Platz 13.

Besser läuft es hingegen bei Aufsteiger Preußen Münster. Bei Carl Zeiss Jena gab es einen 3:1-Erfolg. Zehn Punkte aus vier Spielen bedeuten für die Preußen Platz 3. Tabellenführer ist Jahn Regensburg, die in Osnabrück mit 1:0 gewinnen konnten und nun auch zehn Punkte eingefahren haben. Gefolgt werden die Regensburger vom 1. FC Heidenheim. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewann in Oberhausen mit 3:0. Schlecht sieht es für RW Oberhausen aus – auch am vierten Spieltag gab es somit keinen Sieg – dafür aber den vorletzten Platz der Tabelle. Die Reservemannschaft vom VfB Stuttgart konnte durch einen Doppelschlag von Benyamina (58./59.) mit 2:0 gegen Rot-Weiß Erfurt gewinnen. Die Reserve von Werder Bremen kam über ein 1:1 gegen Wacker Burghausen nicht hinaus. Ungeschlagen in dieser Saison ist auch der 1. FC Saarbrücken. Im vierten Spiel der Saison gab es einen 3:1-Sieg in Babelsberg zu verzeichnen. In Unterhaching gab es eine Punkteteilung zwischen der Spielvereinigung und dem SV Sandhausen (2:2). Der VfR Aalen konnte Wehen Wiesbaden mit 2:0 besiegen.

Ostclub und Liganeuling Chemnitzer FC schaffte den ersten Sieg der laufenden Saison. Die Kickers aus Offenbach wurden mit 2:0 nach Hause geschickt. Die Tore für den FC erzielten Tüting (29. Spielminute) und Garbuschewski (86.). Die Mannschaft von Trainer Gerd Schädlich kann sich somit auf den 14. Tabellenplatz verbessern.

Traumstart für Preußen Münster

Der Aufsteiger Preußen Münster kann mit seinem Einstand in der dritten Liga zufrieden sein. Nach drei Partien ohne eine Niederlage und sieben erzielten Punkten macht sich, nicht ganz unberechtigt, leichte Euphorie bei den Fans breit. Trainer Marc Fascher versucht die Freude ein wenig zu bremsen, schon damit nicht ein zu hoher Erwartungsdruck bei der Mannschaft entsteht: „Wir sind natürlich stolz, aber es ist eine Momentaufnahme. Der Blick auf die Tabelle ist aktuell zweitrangig.“ „Ende August, wenn wir sieben Partien absolviert haben, können wir eine erste Standortbestimmung vornehmen.“ relativiert auch der Sportchef Carsten Gockel den guten Start in die Saison. Besonders positiv wirkte sich das hervorragende Spiel des eingewechselten Jose-Pierre Vunguidica aus, der den verletzten Kapitän Stefan Kühne ersetzte und das Abwehrspiel der Mannschaft erheblich stärkte.

DFB-Pokal: Lediglich Heidenheim kann sich auf Runde Zwei freuen

Für die Clubs der dritten Liga war die erste Runde des DFB-Pokals kein gutes Pflaster – nur der 1. FC Heidenheim schaffte die Sensation gegen Werder Bremen!

Neun Spiele gab es am Freitag sowie Samstag im DFB-Pokal mit Drittliga-Beteiligung. Acht Mal setzte es dabei eine Niederlage für die Clubs – ein mehr als dürftiges Ergebnis. Zumindest konnten drei Mannschaften die höher klassigen Teams bis in die Verlängerung quälen. Der 1. FC Saarbrücken musste sich am Ende Erzgebirge Aue nach Verlängerung mit 1:3 geschlagen geben, der VfL Osnabrück unterlag nach 120 Minuten Spielzeit 1860 München mit 2:3. Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth machte in der 107. Spielminute den entscheidenden Treffer für die Bayern. Und auch Rot-Weiß Oberhausen konnte dem Erstliga-Neuling FC Augsburg bis zur Verlängerung standhalten. In diesem Spiel war sogar eine Sensation per Elfmeterschießen greifbar nahe. Jedoch konnte Jonas de Roeck in der letzten Minute der Verlängerung zum 2:1-Sieg einköpfen.

Deutlich siegte Meister Borussia Dortmund gegen den SV Sandhausen mit 3:0. Der 1. FC Nürnberg konnte beim Drittliga-Neuling Arminia Bielefeld mit 5:1 siegen. Jahn Regensburg unterlag Borussia Mönchengladbach mit 3:1, Wehen Wiesbaden unterlag dem VfB Stuttgart mit 2:1 und Babelsberg musste sich dem MSV Duisburg mit 2:0 geschlagen geben.

Die Stange der ersten Pokalrunde hielt der 1. FC Heidenheim hoch. Nach einer 1:0-Führung der Gästemannschaft durch Rosenberg, drehte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt das Spiel in der zweiten Hälfte zu einem 2:1-Endstand. Die Tore erzielten Christian Sauter mit einem tollen Freistoßtor und Marc Schnatterer.

Ob sich die Bilanz am Sonntag durch das Spiel von Unterhaching gegen den SC Freiburg verbessert ist eher fragwürdig. Die Mannschaft von Neu-Trainer Heiko Herrlich kam bereits im ersten Saisonspiel gegen Liga-Neuling Preußen Münster nicht über ein 1:1 hinaus.

Aber vielleicht heißt es auch dann wieder: Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze…