Kein Glück für Drittliga-Teams im DFB-Pokal

In der ersten Runde des DFB-Pokals durften zumindest zwei Drittligateams an der zweiten Runde schnuppern. Sowohl Eintracht Braunschweig als auch der SV Sandhausen mussten mehr als die regulären 90 Minuten ran. Die Eintracht verlor das Spiel erst in der Verlängerung gegen Greuther Fürth mit 2:1. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht hatte einige Chancen um das Spiel für sich zu entscheiden. Nach der regulären Spielzeit stand es jedoch 0:0. Direkt nach Anpfiff der Verlängerung machte der Gast aus Fürth durch das Tor von Nehrig das 1:0. Braunschweig hielt weiter dagegen und konnte in der 106. Minute durch Fetsch ausgleichen. Eine Minute vor Schluss nutzte Haas einen Abwehrfehler der Braunschweiger zum Sieg. Damit ist die Mannschaft von Michael Büskens in die zweite Runde eingezogen.

Noch näher an einer Sensation war der SV Sandhausen mit einem spektakulären Spiel. Nach 90 Minuten stand es 3:3, nach Verlängerung 4:4. Sandhausen führte zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren Vorsprung. Erst in der Nachspielzeit verwandelte Rafael einen Handelfmeter zum 3:3-Ausgleich. Wieder Rafael besorgte in der Verlängerung dann die Führung für das Team von Trainer Jos Luhukay. Eine Minute vor dem Ende des Spiels konnte Sreto Ristic mit einem Kopfballtor zum 4:4 ausgleichen. So zielsicher die Spieler auf beiden Seiten im Spiel waren, so schlecht war die Trefferquote im Elfmeterschießen. Nur Ristic konnte für Sandhausen verwandeln. Zum Pokalheld wurde Torwart Simon Jentzsch der sowohl gegen Pischorn als auch gegen Ulm halten konnte.

Die weiteren Mannschaften verloren ihre Spiele deutlicher. Wacker Burghausen mit Neu-Trainer Mario Basler verlor gegen Borussia Dortmund mit 3:0, der SV Babelsberg unterlag Stuttgart mit 2:1, Rot-Weiss Ahlen musste sich mit 0:4 Werder Bremen geschlagen geben. Ebenfalls mit 4:0 verlor Hansa Rostock gegen 1899 Hoffenheim.

Ermittlungsverfahren gegen Schiedsrichter Siewer eingestellt

Wie der Deutsche Fussball-Bund (DFB) am Donnerstagnachmittag mitteilte, ist die Sperre von Drittliga-Schiedsrichter Thorben Siewer am Mittwoch vom DFB-Kontrollausschuss aufgehoben worden. Dieses geschah direkt nach Bekanntgabe der Bochumer Staatsanwaltschaft, die das Ermittlungsverfahren gegen den Schiedsrichter einstellte.

Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Siewer in den Akten aufgeführt, wonach dieser an einer möglichen Spielmanipulation beteiligt gewesen sein sollte. Als dem DFB dieses bekannt wurde, belegte er den Schiedsrichter mit einer Schutzsperre.

Seit September 2009 durfte der Referee kein Spiel mehr leiten, kann jetzt aber wieder uneingeschränkt eingesetzt werden.

Dem Schiedsrichter sind bis dato durch den Verdacht einige Spiele versagt worden, was sich auch finanziell bei ihm sicherlich bemerkbar machte. Die Frage ist, ob der Verdacht alleine schon berechtigt, einen Schiedsrichter vom Spielbetrieb auszuschließen. Darüber kann im Forum gerne diskutiert werden.

Sensationeller 7:0 Sieg von Saarbrücken gegen Jena

Die ersten drei Spiele der Saison gingen für Liga-Neuling Saarbrücken sehr schlecht aus. Null Punkte und drei zu neun Tore war die magere Ausbeute. Am gestrigen Mittwoch jedoch spielten sich die Spieler von Trainer Jürgen Luginger in einen Rausch. Mit 7:0 gewannen die Gäste aus Saarbrücken bei Carl Zeiss Jena und ließen dem Gastgeber nicht den Hauch einer Chance auf die begehrten drei Punkte. Bereits nach 20 Minuten führte Saarbrücken durch Tore von Fuchs (6.), Sieger (9.) und Özbek (20.) mit 3:0, was dann auch der Pausenstand bedeutete. Jenas Trainer Jürgen Raab reagierte nach 26 Minuten und brachte mit einem Doppelwechsel Mayombo für Schmidt und Kurbjuweit für Voigt. Beide konnten im Spiel jedoch genauso wenig überzeugen, wie die Ausgewechselten.

Saarbrücken ruhte sich keineswegs nach der Pause aus. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Jonathan Zydko auf 4:0. Auch Jürgen Luginger trug von außen zum hohen Sieg bei. Mit seinen Einwechselungen lag er goldrichtig. Eine Minute nach der Einwechselung von Velimir Grgic, machte dieser das 5:0. Erneut Özbek brachte das 6:0. Fünf Minuten brauchte der eingewechselte Alexander Otto um sein Tor zum 7:0-Endstand zu markieren.

Für Saarbrücken bedeutete der Sieg ein historisches Ereignis. Niemals zuvor gelangen einer Mannschaft aus der 3. Liga sieben Tore in einem Spiel. Zudem gaben sie die „Rote Laterne“ an Bayern München II ab und sind jetzt auf Platz 13. Carl Zeiss Jena ist auf Platz 9.

Schwere Aufgaben für Drittliga-Teams im DFB-Pokal

Wie heißt es immer so schön: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. So hoffen auch dieses Wochenende wieder viele Drittliga-Mannschaften gegen einen Goliath zu gewinnen. Aus der dritten Liga ist bereits am Freitag Jahn Regensburg (gegen Arminia Bielefeld) im Einsatz. Die Regensburger haben in der Liga bislang eine absolut weiße Weste. Aus den bereits vier Spielen der dritten Liga fuhr die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl vier Siege ein und blieb dabei ohne Gegentor. Absteiger Arminia Bielefeld will mit Neu-Trainer Christian Ziege die Saison positiv starten, um die Gunst der Fans wieder auf die Seite der Mannschaft zu bekommen.

Weitere schwere Aufgaben gegen Mannschaften aus der ersten Liga haben dann am Samstag Wacker Burghausen (gegen Borussia Dortmund), der SV Babelsberg (gegen den VfB Stuttgart), Rot-Weiss Ahlen (gegen Werder Bremen) und Hansa Rostock (gegen 1899 Hoffenheim).

Weitere Partien mit Drittliga-Mannschaften bestreiten Sandhausen gegen Augsburg, Eintracht Braunschweig gegen Greuther Fürth und Koblenz gegen Düsseldorf. Tabellenführer Kickers Offenbach empfängt Erstliga-Absteiger VfL Bochum am Sonntagabend. Am Montag schließt dann der VfR Aalen mit der Partie gegen den FC Schalke 04 die DFB-Runde für die Drittliga-Teams ab. Die Partie wird im ZDF ab 20.15 Uhr übertragen.