Chemnitz bekommt neues Stadion

Der Chemnitzer Stadtrat hat jetzt den Bau eines neuen Stadions genehmigt. 15.000 Zuschauer soll das Fußballstadion an der Gellertstraße fassen können. Für den Bau wurden 23 Millionen Euro veranschlagt. Der Verein versprach sich an den Kosten zu beteiligen, wenn ihm der Aufstieg in die zweite Liga glücken sollte. Bisher muss der Chemnitzer FC in dem veralteten, 1934 erbauten Stadion spielen, was nur mittels einer Sondergenehmigung des DFB möglich ist. Der Bau eines neuen Stadions war in Chemnitz heftig umstritten, da der Umbau teuer und die dafür nötigen Kredite durch hohe Zinsen die Stadtkasse belasten, während die Erträge des Chemnitzer Fußballvereins in der 3. Liga noch eher gering sind. Trotzdem stimmten 35 der 56 Stadträte für den Bau, nachdem 21.000 Chemnitzer Bürger eine Unterstützerliste unterzeichnet hatten, mit der sie die Stadt um finanzielle Hilfe für den Stadionbau baten. Entsprechend groß war der Jubel unter den Fans, als das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben wurde.

Fußballprofi geht in die Politik

Andrzej Kobylanski, der als Fußballprofi für die Bundesliga spielte, will jetzt in seinem Heimatland Polen politisch tätig werden. Der 41-jährige Sportler kandidierte in seiner Heimatstadt für einen Parlamentssitz. Mit dem Slogan „Unsere Herzen schlagen für den Sport“, hofft er auf ausreichend Stimmen für die Parlamentswahl am kommenden Sonntag. Andrzej Kobylanski trat in insgesamt 88 Bundesliga-Spielen für Energie Cottbus und den 1. FC Köln an. In der 2. Liga spielte er für Hannover 96, für Waldhof Mannheim und für TeBe Berlin.

Kommt das Billig-Pay-TV?

Wie jetzt der Europäische Gerichtshof entschied, dürfen Fußballspiele im Pay-TV auch mit billig im Ausland erworbenen Decoderkarten entschlüsselt und angesehen werden. Die englische Fußball-Profi-Liga hatte dies mit Hinweis auf ihre Lizenzregelungen verhindern wollen. Diese jedoch erklärte das Gericht für einen Verstoß gegen geltendes EU-Recht, da Fußballspiele keine „geistige Schöpfung“ seien. Gaststättenbetreiber hatten günstigere Decoderkarten in Griechenland erworben und damit die von Sky gesendeten Fußballspiele entschlüsselt. Die britische Fußball-Profi-Liga hatte die Sendelizenz in jedem EU-Land jeweils nur einem Sender verkauft und diesem das Monopol darauf zugesichert. Zugleich wurde den Sendern verboten, ihre Decoderkarten in andere Länder zu verkaufen. Diese Gebietsabschottung wurde vom Europäischen Gerichtshof wegen der daraus resultierenden künstlichen Preisunterschiede als nicht vereinbar mit den EU-Binnenmarktgesetzen abgelehnt.

Münster spielt ohne Fans

Beim Gastspiel des SCP gegen den VfL Osnabrück, kam es am 10. September zu schweren Ausschreitungen durch Fans des Verein Preußen Münster. Ein 24-jähriger Fan war Feuerwerkskörper in den Spielertunnel, wodurch 24 Personen, darunter fünf Polizisten teils schwer verletzt wurden. Der DFB hat deshalb über Preußen Münster eine Geldstrafe über 7000 Euro und den Ausschluss der Fans für die kommenden zwei Spiele verhängt. Außerdem müssen je 9000 Euro Schadensersatz an die davon mit betroffenen beiden gastgebenden Fußballvereine gezahlt werden. Aufgrund der Schwere des Vorfalls und seiner Folgen, die eventuell auch für den Verein noch nicht ausgestanden sind, akzeptiert Preußen Münster die Strafe. Auch gegen den VfL Osnabrück ermittelt der DFB, da auch dessen Fans Feuerwerkskörper im Gästeblock abbrannten. Der 24-jährige Täter aus Münster wurde inzwischen von der Polizei verhaftet und befindet sich wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Es ist schwer vorstellbar, dass Menschen für ein bisschen „Spaß“ Verletzungen und den Tod anderer Menschen, sowie eine jahrelange Gefängnisstrafe für sich selbst in Kauf nehmen.