Regensburg will die Kehrtwende

Durch den gelungenen Start in die Fußballsaison, mit vier Siegen in fünf Spielen und dem erreichten vierten Rang, wurden beim SSV Jahn große Hoffnungen geweckt. Zur großen Enttäuschung des Verein und der Fans, hat sich das Blatt gewendet. Seit sieben Spielen sind die Regensburger ohne Sieg vom Platz gegangen. Erschwerend kommt hinzu, dass mehrere Spieler wegen Sperren oder Verletzungen ausfallen. „Das ist ein Manko“, meint Trainer Marcus Weinzier. „Dazu kommt, dass wir Schlüsselspieler wie Tobias Schlauderer wohl nicht ganz ersetzen können.“ Außerdem beanstandet er, dass die Motivation und damit die Leistung der Spieler nicht mehr an die zum Beginn der Saison gezeigte heranreicht. Die Suspendierung des Jeremy Karikari will er aber aufrecht erhalten: „Ich sehe bei ihm keine hundertprozentige Leistungsbereitschaft“. Das ist auch eine Ansage, an die derzeitige, dezimierte Mannschaft. Das Ziel ist es, zumindest noch einen einstelligen Platz bis zum Ende der Saison zu erreichen und zu halten. Aber darum wird die Mannschaft noch hart kämpfen müssen.

Neuer Spieler-Ausfall bei Wiesbaden

Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden wird für längere Zeit auf ihren stellvertretenden Kapitän Benjamin Hübner verzichten müssen. Der Innenverteidiger litt an einer akuten Blinddarmentzündung und wurde am vergangenen Samstag, kurz nach der Diagnose, operiert. Komplikationen gab es zwar nicht, aber die Rekonvaleszenz wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Nach Thorsten Barg ist dies schon der zweite Spieler, ohne den die Mannschaft bis auf Weiteres klar kommen muss. Der Geschäftsführer des Vereins, Wolfgang Gräf bedauert den Ausfall, ist sich aber sicher, dass die Mannschaft diesen verkraften kann: „Schade, dass er in der jetzigen Phase ausfällt, aber jetzt müssen andere einspringen.“

Hansa weiter auf Erfolgskurs

Der 15. Spieltag der dritten Liga begann mit der gestrigen Partie zwischen dem SV Sandhausen und Hansa Rostock. Hansa war seit fünf Spielen ungeschlagen und Tabellenführer, Sandhausen hingegen konnte die letzten fünf Spiele nicht gewinnen und stand kurz vor einem Abstiegsplatz.

Auch gestern schaffte es die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev nicht, den Gast aus Rostock zu bezwingen. Am Ende stand es zwar nur knapp 2:1 für Hansa, jedoch war der Sieg für die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann absolut verdient. Bereits nach vier Minuten konnte Rostock den Führungstreffer durch Tobias Jänicke erzielen. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Björn Ziegenbein auf 2:0. Der eingewechselte Regis Dorn konnte in der 90. Spielminute nur noch zum Anschlusstreffer verkürzen. Dieser kam jedoch zu spät.

Rostock legte also vor. Jetzt muss Offenbach in Stuttgart nachlegen. Der Tabellendritte Braunschweig empfängt Mario Baslers Wacker Burghausen, die momentan zehnter sind.

Jena steht mächtig unter Druck

Der Verein Carl Zeiss Jena setzt sich derzeit selbst unter enormen Druck. Das kommende Spiel gegen Babelsberg hat derzeit für die Mannschaft höchste Priorität. Mittelfeldspieler Jens Truckenbrod fasst die Stimmung zusammen: „Klar ist, dass, egal, wie das Spiel ausgeht, wir noch nicht abgestiegen sind. [Aber] wir müssen gegen Babelsberg unbedingt gewinnen – da soll uns jedes Mittel recht sein.“ Und dafür arbeitet die Mannschaft hart. Trainer Wolfgang Frank hat einen Achtstundentag eingeführt, der die Spieler an ihre Grenzen treibt. Ob die Arbeit sich gelohnt hat, muss sich noch zeigen. Klar ist, dass alle Beteiligten hochmotiviert sind und die Mannschaft Babelsberg sich auf einen harten Kampf einstellen muss.