Hansa Rostock sieht den Neuanfang in der 3. Liga als Chance auf einen kompletten Neuanfang. Der war auch notwendig, denn wie viele Fußballvereine hatte auch Hansa Rostock jahrelang über seine Verhältnisse gelebt und Schulden angehäuft, die jetzt getilgt werden müssen. Aber mit einem neuen Vorstand, einem neuen Trainer und einer neuen und spielstarken Mannschaft hofft der Verein, eines Tages wieder ganz oben mitspielen zu können. Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann, stellten aus Profis und Nachwuchstalenten des Vereins, eine Mannschaft zusammen, die sich bisher hervorragend bewährt hat. Nach elf Spieltagen hat es Hansa Rostock bereits auf Platz zwei in der Tabelle geschafft und von der Tabellenspitze trennt die Rostocker nur drei Punkte. Eine saubere Leistung, für eine so junge Mannschaft. Stefan Beinlich hofft, dass Rostock bald wieder in der Bundesliga spielen kann: „In den nächsten zwei Jahren wollen wir aufsteigen – Der Verein gehört dorthin„. Doch nicht nur die spielerische Leistung, auch das Image des Vereins muss sich ändern. Allzu oft gibt es immer noch einige Unverbesserliche, die lieber mit Gewalt als mit Support ihres Clubs auffallen. Mit einer Kampagne tritt der Klub jetzt auch öffentlich gegen jede Gewalt in den Stadien ein. Das Interesse an der Rostocker Mannschaft jedenfalls wächst. Das Spiel am 23.10. gegen Dynamo Dresden ist bereits jetzt ausverkauft.
Schwere Aufgaben für die Kellerkinder
Der 11. Spieltag der dritten Fußballliga beginnt am Abend mit der Partie zwischen Dynamo Dresden und dem VfR Aalen. Die Dresdener konnten die letzten vier Spiele erfolgreich absolvieren, während Aalen im Tabellenkeller mit nur zwei Siegen aus zehn Spielen hausiert. Die Aufgabe wird gegen den Tabellensechsten nicht einfach, auch wenn Dresden durch die Sperrung von Verteidiger Hübener geschwächt ist.
Tabellenführer Offenbach empfängt ein weiteres Kellerkind. Die U23 von Werder Bremen ist zu Gast. Die Reserve von Werder konnte erst ein einziges Mal gewinnen und ist mit der Reserve von Bayern München punktgleich am Tabellenende. Die Münchener haben die nächste schwierige Aufgabe der Mannschaften im Tabellenkeller. Gegen Wehen Wiesbaden muss ein Sieg her. Wiesbaden ist Dritter mit 21 Punkten. Auch der Tabellenzweite spielt gegen eine Mannschaft aus den unteren Regionen. Hansa Rostock reist nach Jena. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Raab ist seit sieben Spielen ohne Sieg und ist derzeit Drittletzter.
Eintracht Braunschweig musste sich nach der englischen Woche mit Platz fünf vergnügen. Trainer Torsten Lieberknecht will die drei Punkte in Braunschweig lassen. Da kommt der angeschlagene Gegner aus Koblenz gerade richtig. Zwei Niederlagen in Folge und das Fehlen des Kapitäns Brinkmann könnte eine erhebliche Schwächung nach sich ziehen.
An diesem elfen Spieltag gibt es keine Sonntagspartie, deshalb kommt es am Samstag zu insgesamt neun Spielen die spannender nicht sein könnten. Am Ende könnten die Kellermannschaften die Tabellenanführer durcheinander wirbeln.
Eine Sportreporter-Legende nimmt Abschied – Töpperwien
Es war sein 1444. Bundesliga-Spiel. Am Sonntag wurde er 60 Jahre alt und gab einen Tag zuvor seinen letzten Kommentar zu einem Spiel der Fußball-Bundesliga ab. Rolf Töpperwien geht nach 37 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand, um sich auf seine Familie zu konzentrieren.
Mit dem Bundesliga-Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV beendet Töpperwien eine einzigartige Karriere als Sportreporter. Der am 26. September 1950 im Harz geborene Töpperwien war bekannt für seine Interviews mit Spielern und Trainern noch auf dem Spielfeld. Oftmals musste er dabei vor verbalen Attacken in Deckung gehen. Töpperwien wurde jedoch stets von den Sportlern respektiert.
Sein letztes kommentiertes Spiel endete mit den Bildern aus dem Bremer Stadion, in dem die Lichter ausgemacht wurden, was Töpperwien so kommentierte: „Danke an Sie alle für die jahrzehnte lange Treue. Der Letzte macht das Licht aus.“. Das aktuelle Sportstudio zeigte anschließend einen Rückblick auf 37 Jahre Töpperwien. Wir sagen Tschüss und alles Gute!
Töppi war immer dicht am Mann…. 😉
Offenbach und Rostock führen die Tabelle an
Auch am 10. Spieltag der 3. Liga bleibt Kickers Offenbach das beste Team. Mit einem 1:0-Sieg bei der TuS Koblenz sicherten sich die Offenbacher mit nunmehr 25 Punkten von 30 möglichen Platz eins. In der 31. Spielminute traf Steffen Haas zur Führung, die dann auch das Endergebnis bedeutete.
Am Sonntag legte Hansa Rostock gegen Eintracht Braunschweig nach. Als alle Beteiligten sich schon mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden gaben, traf doch noch Schyrba in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg. Zuvor hatte Kumbela die Gäste aus Braunschweig in Führung gebracht. Kurze Zeit später konnte Wiemann mit einem Foulelfmeter ausgleichen. Die 13.000 Zuschauer in der DKB-Arena freuten sich nach dem Spiel über den siebten Saisonsieg mit jetzt 22 Punkten und Platz zwei. Braunschweig fiel auf den fünften Platz zurück.
Auf dem dritten Platz befinden sich nun die Wiesbadener nachdem der SV mit 2:0 gegen Sandhausen gewinnen konnte. Jahn Regensburg kam zu Hause nicht über ein 2:2 gegen Saarbrücken hinaus und muss somit Platz vier einnehmen. Dynamo Dresden kletterte nach dem 1:0-Auswärtssieg gegen Ahlen auf Platz sechs hoch.
Düster sieht es hingegen für die Reserve von Bayern München aus. Zum Abschluss den zehnten Spieltages gab es lediglich einen Punkt im Spiel gegen die Reserve vom VfB Stuttgart. Am Ende hieß es 1:1 unentschieden.
