Sascha Rösler geht nach Aachen

Sascha Rösler, der eigentlich mit seinem Ausscheiden aus Fortuna Düsseldorf seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wollte, hat sich überraschend entschlossen, eine weitere Saison zu spielen. Davon wird in der kommenden Saison der Drittligist Alemannia Aachen profitieren, mit dem Rösler einen Ein-Jahres-Vertrag vereinbart hat. „Wenn ein solcher Spieler bereit ist, für die Alemannia zu spielen, dann muss man einfach handeln“, erklärt der Aachener Sportdirektor, Uwe Scherr, der sich offensichtlich freute, den Düsseldorfer Offensivspieler als Neuzugang begrüßen zu dürfen. Sascha Rösler ist in Aachen nicht neu. Er spielte schon zwischen 2005 und 2007 für Alemannia. Rösler: „Ich hatte hier tolle Jahre und bin sehr dankbar für diese tolle neue Herausforderung, die mir hier geboten wird. […] Bei einem anderen Verein außer der Alemannia hätte ich mir auch nicht vorstellen können, noch weiter zu spielen“. Vorerst unterschrieb der 34-Jährige einen Vertrag für die kommende Fußballsaison, mit der Option zur Verlängerung.

Innenminister erhöht Druck auf Fußballklubs

Der deutsche Innenminister, Hans-Peter Friedrich (CSU), versucht jetzt durch erhöhten Druck auf die Fußballvereine, die Gewalt in den Stadien zu verringern. In einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst erklärte er: „Wenn die derzeitigen Maßnahmen nicht ausreichen, müssen – auch auf Kosten der Vereine – Nachbesserungen vorgenommen werden.“ Außerdem forderte er die Liga-Klubs auf, noch vor Beginn der neuen Fußballsaison ein wirksames Konzept vorzulegen, mit dem sie die derzeitig häufigen gewalttätigen Zwischenfälle zukünftig verhindern wollen. Auch eine Prüfung der Fan-Privilegien plant der Minister. So hält er es durchaus für angemessen die Stehplätze in den Stadien zu streichen, falls keine Besserung der Situation eintritt. Damit reagierte er unter anderem auf die Forderung des Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft, Reiner Wendt, der dies für eine erfolgversprechende Maßnahme hält. „Die Stehplätze gehören abgeschafft, die Zäune erhöht“, erklärte Wendt bei einem Interview. Außerdem sollten größere Strafzahlungen bei jeder Ausschreitung, von den Verein verlangt werden, um deren Handlungsdruck zu erhöhen. Länder wie Großbritannien haben bereits vor Jahren die Stehplätze aus Sicherheitsgründen verboten. In Deutschland hoffen die Vereine allerdings noch immer, das diese Maßnahme hier nicht nötig wird.

Heiko Herrlich verlässt Unterhaching

Bereits nach seiner ersten Spielzeit beim SpVgg Unterhaching, verlässt der Trainer Heiko Herrlich wieder das Team. Wie Sportchef Manfred Schwabl bei der gestrigen Pressekonferenz verkündete, kehrt Herrlich aus privaten Gründen zurück nach Dortmund. Schwabl: „Das muss man akzeptieren. Ich wollte Heiko auch nicht überreden“. Als Ersatz für ihn, wurden der bisherige Verbandstrainer des Bayrischen Fußballverbands, Claus Schromm, und der amtierende Co-Trainer Manuel Baum eingesetzt. Sportchef Schwabl gibt sich optimistisch: „Das ist die Lösung“, sagte Schwabl, „die wir uns vorgestellt haben. Mit diesem Duo wollen wir langfristig in die Zukunft gehen.“ Vorerst bekommen beide einen befristeten Vertrag bis zum Sommer 2015. Klar ist allerdings noch immer nicht, in welcher Liga der SpVgg Unterhaching in der kommenden Saison spielen wird. Zwar gelang dem Team die Qualifikation für den DFB-Pokal, aber die finanziellen Probleme des Vereins sind gravierend und es ist noch ungewiss, ob sie die Anforderungen für die Lizenz der Dritten Liga erfüllen können. Rund 300.000 Euro fehlen noch in der Vereinskasse, wie Präsident Engelbert Kupka mitteilte.

Polen fühlt sich bereit für die EM

Polens Ministerpräsident Donald Tusk, gab jetzt bekannt, dass alle Vorbereitungen für die Fußball-EM in Polen abgeschlossen sind. „Die Vorbereitung für die EURO 2012 ist zu hundertprozentig abgeschlossen. Wir verfügen nicht nur über wundervolle Stadien, großartige Flughäfen, neue Straßen und Bahnhöfe, fast noch wichtiger ist das neu zu gewinnende Ansehen, das Polen winkt, wenn die Spiele von Hunderten Millionen an den Fernsehschirmen und von Hunderttausenden in den Stadion verfolgt werden. Wir werden Europa und der ganzen Welt zeigen, dass Polen ein toller Platz ist, ein Platz, wo große Dinge geschehen, großartige Menschen leben und dass es sich lohnt, dorthin auch wieder zurückzukommen.“ In Vorbereitung auf die Europameisterschaft hatte die Regierung umfangreiche Auf-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der Infrastruktur eingeleitet. So wurde jetzt unter anderem der neue Warschauer EM-Stadionbahnhof eröffnet, von dem aus Fußballfans eine bessere Verbindung zu den Austragungsorten haben. Die von Polen und der Ukraine als Gastgeberländer ausgerichtete Fußball-EM beginnt am 8. Juni mit dem Spiel Polen gegen Griechenland.