Es war das entscheidende Spiel Argentiniens in der WM-Qualifikation. Im Oktober letzten Jahres, nach dem 1:0-Sieg gegen Uruguay, konnte Trainer Diego Maradona seine Obszönitäten nicht für sich behalten und den Journalisten zugerufen: „Ihr könnt mir alle einen blasen.„.
Scheinbar gehören diese Obszönitäten zu Argentiniens Stil, denn nun äußerte sich auch Argentiniens Sportchef Carlos Bilardo, Weltmeister-Trainer von 1986, zu einem möglichen Titelgewinn der Gauchos: „Wer das Tor im Finale macht, kann mich von hinten nehmen. Ich weiß schon, dass das weh tut und die Leute sagen, der ist verrückt. Mir doch egal, Hauptsache wir werden Weltmeister.„. Das war noch nicht alles. 80 Prozent der Spieler würden unter der Dusche masturbieren, sagte Bilardo und erklärte noch, dass die Spieler beim Sex aufpassen sollten: „Um Verletzungen zu vermeiden, sollten die Spieler die Frauen arbeiten lassen. Die Jungs sollen lieber unten liegen – und die Frauen auf ihnen sitzen.„.
Auch wenn wir dem 71-Jährigen zu Gute halten möchten, dass es sich bei seinen Aussagen um einen Scherz handelt, sollten derartige Ausfälle, gerade bei einem erfahrenen Mann, nicht vorkommen.
Es wäre schön, wenn Deutschland im Finale am 11. Juli in Johannesburg gegen Argentinien antreten müsste – Tore wird auf Argentiniens Seite dann wohl niemand schießen…
Ehrung für Björn Lindemann
Björn Lindemann, Spieler des VfL Osnabrück, wurde als Spieler des Jahres für die 3. Liga ausgewählt. Bei der Abstimmung, die gemeinsam vom DFB und dem beliebten Internetportal „fussball.de“ organisiert wurde, erhielt Björn Lindemann 53,7 Prozent aller Stimmen. Über 20.000 User hatten an der Abstimmung teil genommen. Der junge Mittelfeldspieler ist überglücklich: „Das ist ein perfekter Abschluss eines perfekten Jahres„, sagte Lindemann. Die Ehre ist allerdings auch verdient. Im vergangenen Jahr hat der 26-jährige mit elf Toren und zwei Vorlagen einen großen Beitrag zum Wiederaufstieg seiner Mannschaft beigetragen.
Tobias Schweinsteiger von der SpVgg Unterhaching bekam mit 16,2 Prozent der Stimmen den zweiten, Aues Najeh Braham den dritten Platz.
Neuanfang bei Hansa Rostock
Nach der katastrophalen Saison und dem folgerichtigen Abstieg in die dritte Liga plant Hansa Rostock einen Neuanfang. Im Gespräch sind als Manager Stefan Beinlich und als neuer Trainer Peter Vollmann, die den direkten Wiederaufstieg erreichen sollen.
Große Sprünge kann sich Hansa dabei nicht erlauben. Der Schuldenberg ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Hinzu kommt, dass Rostock durch den Abstieg einige Leistungsträger ziehen lassen musste. Neben Kevin Schlitte, der zu Erzgebirge Aue wechelt, sind auch Mario Fillinger (zum FSV Frankfurt) sowie Kai Bülow und Fin Bartels (zu 1860 München) von Bord gegangen.
Hansa Rostock ist in der vergangenen Zweitliga-Saison über einen Relegationsplatz nicht hinaus gekommen und konnte in den beiden Relegationsspielen gegen den FC Ingolstadt den Abstieg nicht mehr verhindern.
FC Carl-Zeiss Jena atmet weiter auf
Der fünfte Platz in der abgelaufenen Saison mit 60 Punkten liess die Verantwortlichen vom FC Carl-Zeiss Jena zwischenzeitlich sogar von der zweiten Liga träumen. Das es am Ende nicht gereicht hat, lag eher an der starken Konkurrenz, denn an der Qualität der Thüringer.
Ursprünglich musste der Drittligist für eine Liquidität von 1,46 Millionen Euro sorgen, was der DFB nun aber auf 1,13 Millionen Euro senkte. Der thüringische Club verringert seinen Etat für die kommende Saison um eine Millionen Euro von 3,5 auf 2,5 Millionen Euro.
Bislang hat der Verein keine Neuverpflichtungen bekannt gegeben. Drei Spieler haben den Verein verlassen – Gardawski wechselte zum 1. FC Köln, Lukimya zu Fortuna Düsseldorf und Sievers zum SV Sandhausen.
